Bővebb ismertető
Novitas Ante Portas
Die Spannung ist zum Zerreißen, wir greifen einigen der folgenden Beiträge voraus:
Eigentlich ist alles so einfach, denn das Neue will zu uns: Es gehört zu uns (Werner), Kreative bringen es (Weinert), im menschlichen Geist liegt es (Ho), Schüler finden es (Fenzl), fremde Länder bieten es an (Blomberg), die Volkswirtschaft braucht es (Seitz), und Wähler warten darauf (Douglas): Das Neue läßt sich finden, es will zu uns. Warum lassen wir es nicht herein? Novitas, das »Neue«, aber gleichzeitig auch das »Ungewöhnliche«. Angst vor dem Fremden? Das Ende ist bekannt, erst eine größere Krise verhilft dem Neuen zum Einzug. Meist sind bis dahin viel Energie und Zeit verschwendet. Wie kommt das Neue in die Welt?
Fragen wir Menschen, die mit dem Neuen vertraut geworden sind, die es wirklich gesehen haben: Da sitzen sie nun in diesem Buch virtuell um einen runden Tisch: Komponist, Minister, Vorstandsvorsitzender, Journalist, Lehrer, Botschafter, Wissenschaftler, Unternehmer, Schriftsteller, Forschungschef, Choreograph, Berater, Filmemacher, Agenturchef, Architekt, Nobelpreisträger, Ingenieur, Historiker, Volkswirt, Politikwissenschaftler, Betriebswirt, Künstler, Holländer, Deutscher, Schwede, Engländer, Neuseeländer, Däne, Koreaner, Chinese, Israeli, Amerikaner. Wie ist diese Gruppe entstanden? Die Geschichte dieses Buchs ist selbst ein Stück von der Entstehung des Neuen. Wir, die Herausgeber, wissen, welche Rolle das Neue spielt, es ist unser Lebensbrot. Wir hatten einen einfachen Gedanken, wir wollten das Problem von allen Seiten beleuchten, aber was die wirklichen Seiten des Neuen sind, das entpuppte sich als eine gar nicht so einfache Frage.
Die Sicht der Institutionen (Staat, Unternehmen, Universitäten ) drohte zur Wiederholung bekannter Thesen zu degenerieren, die Vorgabe von Hypothesen (»Mehr Freiraum als Ordnung«, »Mehr Krise als Kontinuität« usw.) erschien uns zu deterministisch, alles auf Kreativität und Kultur zurückzuführen, war zu wenig. Wir suchten nach Fachleuten aller Disziplinen, die irgendwie mit dem Neuen in Berührung gekommen waren. Je besser wir ihre langsam eintreffenden Beiträge verstanden, desto deutlicher wurde uns, daß der gemeinsame Nenner schöpferisches Zusammentreffen unterschiedlichster Elemente an einem Brennpunkt ist, an dem ungeheure menschliche Spannungen auftreten, mit dem das Neue ringen muß, wenn es zu uns will.