Bővebb ismertető
Vorwort1973 fiel mir ein Buch in die Hand, das das orgasmische Potential von Frauen zu dem Grad an Sicherheit in Beziehung setzte, die sie einst bei ihrem Vater gefunden hatten. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, an dem ich mit dem Buch in Händen dasaß und meine spontane Reaktion darauf war: Und was ist mit der Beziehung zur Mutter?Ich hatte gerade ein Buch über die sexuellen Phantasien von Frauen geschrieben. Es hatte bei mir keinen Zweifel daran gelassen, wo Repression oder sexuelles Akzeptieren beginnt. Wer uns zuerst die Hand von unseren Genitalien fortnimmt, wer Freude oder Hemmung gegenüber unserem Körper in uns einpflanzt, wer die Regeln festlegt und uns mit seinem eigenen Leben ein unvergeßliches Modell gibt. In jener Woche verfaßte ich ein Konzept für ein Buch mit dem Titel: >Mütter und Töchter. Die erste Lüge.< Ich hielt mich für dieses Thema sehr geeignet, denn obwohl ich Ihnen erzählt haben würde, daß ich meine Mutter liebe, fühlte ich auch eine genügend große psychologische Distanz zwischen uns, eine Trennung, die mir erlauben würde, fair und objektiv zu sein. Als ob irgendeine Frau dazu fähig wäre. Es waren zwei Jahre Forschung nötig, um über den in jenem ersten Titel ausgedrückten Zorn hinauszukommen. Um überhaupt zu erkennen, wie zornig ich war.Es war meine Absicht, eine Reihe von Interviews mit Müttern und Töchtern aus einer Familie und, wenn möglich, auch mit den Großmüttern zu führen. In diesen vergangenen vier Jahren habe ich mehr als zweihundert Frauen aus allen Teilen der Vereinigten Staaten interviewt. Die meisten von ihnen waren Mütter. Alle waren Töchter. Sie waren auf der wichtigsten Ebene Experten. Doch mir wurde bald bewußt, daß ein Buch mit Interviews nicht genügen würde.Ich hatte gehofft, die Subjektivität zu vermeiden, indem ich Muster fand, die für die meisten Frauen zutreffen. Indem wir diese Muster durch die Generationen hindurch verfolgen, würden wir