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JOHN D. ROCKEFELLERErfinder und Entdecker haben, wenn sie die nötige geschäftliche Begabungbesaßen oder frühzeitig einen rührigen Kompagnon fanden, Wirtschaft undZivilisation mit einem Ruck ein Stück vorwärts gebracht und sind dabei selbstschwerreich geworden. Unternehmernaturen haben sich und der Welt die Er-findungen und Entdeckungen anderer zunutze gemacht und dabei, wie dieersten amerikanischen Eisenbahnmagnaten, Riesen vermögen angehäuft. Anderewiederum haben alte Produktionszweige an sich gerissen und sind durch über-legenes Können oder geniale Machenschaften auf ihren Sondergebieten zuReichtum und Macht gelangt. Aber eine Industrie ohne große Entdecker- undErfindernionopole und ohne überlegene Kapitalkraft im Eitstehen abzufangenund sie im Laufe eines fast übermenschlich langen Lebens aus den ersten An-fängen zur gigantischsten und gefährlichsten Weltmacht emporzuführen, dashat nur einer fertiggebracht: John Davison Rockefeller.Die Geschichte des Erdöls, die gerade zwei Generationen zurückreicht,ist bis in unsere Tage fast identisch mit der Lebensgeschichte dieses eiruenMannes, und höchstens kann man sagen, die Macht, die Rockefeller begründethat, ist schließlich doch zu gewaltig geworden, als daß sie noch von einemMenschen zusammengehalten werden könnte. Aus dem Werk eines schöpfe-rischen Unternehmers ist eine unpersönliche Firma geworden: die StandardOil Company, hinter der der Name ihres Begründers, John D. Rockefeller,mehr und mehr zurücktritt. Das Prinzip der kapitalistischen Entwicklung, vompersönlichen Unternehmertum zur anonymen" Aktiengesellschaft, vom patri-archalischen Familiengeschäft zum unbekannten, im Dunkel bleibendenKapitalistenkonsortium, vom Prinzipal zum Generaldirektor, der einem un-wahrscheinlichen Aufsichtsrat und einer Aktionärversammlung mit undurch-sichtigen Mehrheits- und Minderheitsgruppen Rechenschaft schuldig ist, diesesPrinzip hat sich auch im Rockef eller-Trust durchgesetzt.