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1. KAPITEL
Die schmale Straße war von Bäumen überschattet. Die Schlaglöcher machten das Radfahren schwierig, Robyn mußte den Lenker krampfhaft festhalten. Vögel zwitscherten in den Baumkronen, und von irgendwoher hörte man das helle Lachen von Kindern, die im strahlenden Sonnenschein spielten.
Kinderlachen? Das einzige Haus hier in der Gegend war Orchard House, am Ende der Straße, und das war seit langem unbewohnt. Sie wußte zwar, daß manchmal die Kinder aus dem Dorf hierherkamen, aber wenn Billy auch hier sein sollte
Ja, da war er, zusammen mit den anderen, und spielte Fußball. Jacken und Pullover dienten den beiden Fünfer-Mannschaften als Markierungspunkte für die Tore.
Robyn hielt an und stieg von ihrem Fahrrad. „Billy?" Er schien sie nicht zu hören. „Billy!"
Er schaute unwillig auf. Die beiden sahen sich sehr ähnlich, beide mit blondem Haar und heller Haut. „Was gibt's denn?" fragte er ungeduldig.
„Du weißt genau, daß du hier nichts zu suchen hast."
Billy hatte schon einmal mit seinem Vater Ärger bekommen, weil er sich auf dem Land von Orchard House herumgetrieben hatte. Beim zweitenmal würde es ein Donnerwetter setzen.
„Stör uns nicht!" keifte er. Es war ihm offensichtlich peinlich, vor seinen Freunden von seiner Schwester ermahnt zu werden.
„Das ist Privatgrund", wandte sie sich ernst an die Gruppe. „Als Constable Füller euch neulich erwischte, hat er euch gewarnt, daß ihr beim nächstenmal nicht so glimpflich davonkommt." Vor allem Billy. Die Eltern waren schockiert gewesen, als der Polizist angerufen hatte. „Tut mir leid, Billy, aber ihr solltet irgendwo anders Fußball spielen."
„Es gibt keinen anderen Platz", erwiderte er trotzig.