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Wien kennenzulernen gehört wohl zu den reiz-vollsten Aufgaben, die sich Reisenden in Európa bieten. Seine Vielschichtigkeit, seine Sehenswürdigkeiten, seine versteckten Ge-heimnisse, seine gesamte Atmospháre verlei-hen Wien einen Zauber, dem der Besucher nur schwer widerstehen kann. Wien war, bedingt durch seine politische und geographische Lage im Herzen Europas - seit jeher den verschiedensten Einflüssen ausge-setzt. Ethnische und kulturelle, politische und gesellschaftliche Strömungen prallten hier aufeinander oder verschmolzen,...
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Wien kennenzulernen gehört wohl zu den reiz-vollsten Aufgaben, die sich Reisenden in Európa bieten. Seine Vielschichtigkeit, seine Sehenswürdigkeiten, seine versteckten Ge-heimnisse, seine gesamte Atmospháre verlei-hen Wien einen Zauber, dem der Besucher nur schwer widerstehen kann. Wien war, bedingt durch seine politische und geographische Lage im Herzen Europas - seit jeher den verschiedensten Einflüssen ausge-setzt. Ethnische und kulturelle, politische und gesellschaftliche Strömungen prallten hier aufeinander oder verschmolzen, versandeten oder gingen von hier aus weit in aile Himmels-richtungen. Wodurch das Wien, wie wir es heute kennen, geprágt wurde und was von die-ser Stadt aus den Lauf der Welt beeinfluBte, mag uns ein Blick auf die Geschichte verdeutli-chen. Wien isteinederáitestenSiedlungenunter den Hauptstádten Europas. Bereits mehrere Jahr-hunderte vor Christi Geburt waren hier die Kelten ansássig. lm 1. Jahrhundert nach Christi errichteten die Römer das befestigte Láger Vindobona, das bis zur Völkerwanderungszeit eine wichtige Funktion innerhalb des „Limes", des römischen Verteidigungswalles, hatte. Als „Wenia" (die Herkunft des Namens ist übrigens ungeklárt) wird die Stadt 881 in Salzburger Annalen erwáhnt. Die Babenberger, das erste Herrschergeschlecht Österreichs, erkoren das 1137 erstmals als „Stadt" bezeichnete Wien um 1155 zu ihrer Residenz. Unter Leopold V. und Leopold VI. dem Glorreichen erfuhr Wien einen bedeutenden Ausbau. Dieser konnte vor allém durch Lösegeld von einer Millión Mark finan-ziert werden, das die Englánder für den von den Babenbergern gefangengenommenen König Richárd Löwenherz aufwenden muBten. Nachdem der letzte Babenberger 1246 im Kampf gegen die Ungarn gefallen war, über-nahm balddarauf Ottokár II. Przemysl von Böh-men die Herrschaft über Österreich - die ihm jedoch im Jahre 1278 Rudolf I. von Habsburg in der Schlacht bei Dürnkrut gewaltsam abnahm. Die König Ottokár freundlich gesinnten Wiener zeigten sich über die Habsburgerherrschaft, die noch über 600 Jahre andauern sollte, zunáchst nicht sehr begeistert. Nach einem Aufstand im Jahre 1288 verlor die Stadt fast aile ihre Privilegien. Dessen ungeachtet erfolgte im 14. Jahrhundert ein Aufschwung der nunmehr an die 40.000 Einwohner záhlenden Stadt. Rudolf IV. der „Stifter" gründete die Universitát (die álte-ste im heutigen deutschen Sprachraum) und trieb den gotischen Ausbau des Wahrzeichens von Wien, des Stephansdomes, entscheidend voran. Anfang des 16. Jahrhunderts erhoben sich die Wiener Bürger erneut gegen die Habs-burger, was siejedoch mit insgesamt fünf hin-gerichteten Bürgermeistern und starkem poli-tischen und wirtschaftlichen EinfluBverlust teuer zu stehen kam. Erfolgreich verlief unter der militárischen Führung des Grafen Salm der erste Abwehrkampf gegen die Türkén. Ende des 16. Jahrhunderts setzte im fast zur Gánze protestantisch gewordenen Wien eine starke Welle der Gegenreformation ein. 1683 stoppte Prinz Eugen von Savoyen mit militári-scher Hilfe aus Bayern, Sachsen und Polen den zweiten Versuch der Türkén, Wien einzuneh-men, und damit deren Vordringen in Európa. Dem nach der Türkenbefreiung folgenden barocken Bauboom (vor allém unter Kari VI. und Maria Theresia - die berühmtesten Bau-meister waren Lukas von Hildebrandt sowie Vater und Sohn Fischer von Erlach) verdankt Österreichs Hauptstadt die Bezeichnung „das glorreiche Wien". Weltruf als Musikstadt erlangte Wien Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts, als Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven die Periode der „Wiener Klassik" prágten. Nach den napoleonischen Kriegen, in deren Verlauf Wien zweimal vom französischen Heer

Termékadatok

Cím: Wien [antikvár]
Szerző: Christoph Hofinger
Kiadó: Alpina Offsetdruckerei
Kötés: Fűzött papírkötés
Méret: 160 mm x 210 mm
Christoph Hofinger művei
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