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Christian Fichtinger - Wien [antikvár]
 
Wien, Stadt zwischen Donau und Weinbergen, geprägt von einer jahrtausendealten Gesdiichte, übte seit jeher einen besonderen Zauber auf Besucher und Bewohner aus. Bedeutende geschichtlidie Ereignisse nahmen hier ihren Anfang, berühmte Künstler lebten und wirkten hier. Sie erhielten wesentlidie Ein-drüdie für ihr Sdiaffen, prägten aber umgekehrt audi das Bild der Stadt. Bis heute ist diese besondere Atmosphäre zu spüren, aber sie wirkt nicht verstaubt und antiquiert; denn Wien ist eine lebendige Stadt, in der auch die Gegenwart voll...
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Wien, Stadt zwischen Donau und Weinbergen, geprägt von einer jahrtausendealten Gesdiichte, übte seit jeher einen besonderen Zauber auf Besucher und Bewohner aus. Bedeutende geschichtlidie Ereignisse nahmen hier ihren Anfang, berühmte Künstler lebten und wirkten hier. Sie erhielten wesentlidie Ein-drüdie für ihr Sdiaffen, prägten aber umgekehrt audi das Bild der Stadt. Bis heute ist diese besondere Atmosphäre zu spüren, aber sie wirkt nicht verstaubt und antiquiert; denn Wien ist eine lebendige Stadt, in der auch die Gegenwart voll zu ihrem Recht kommt. Die Bundeshauptstadt der Republik österreidi, einstige Haupt- und Residenzstadt des 57-Millionen-Reichs der österreidiisch-ungarischen Doppelmonarchie, zählt mit ihren 1,6 Millionen Einwohnern und einer Bodenflädie von etwa 414 Quadratkilometern zu den größten Städten Europas. Seit ältester Zeit kreuzen einander hier wichtige Reise- und Handelswege. Der römische Name Vindobona geht vermutUdi auf den keltischen Stamm der Viniden zurück, die hier um 400 V. Chr. siedelten und den Ort Vindomina nannten. Vom Jahre 16 v. Chr. an bildete die Donau über 400 Jahre hindurdi die Nordgrenze der römischen Provinz Pannonién. Der Philosoph auf dem Kaiserthron, Marc Aurel, leitete von Wien aus die Kriege gegen die Markomannen und Quaden und verstarb hier 180 n. Chr. In der unruhigen Zeit der Völkerwanderung soll der hl. Severin um 480 bis Wien gekommen sein und das Christentum verbreitet haben. 881 scheint der Name »Wenia« erstmals in den Salzburger Annalen auf. Hundert Jahre später wurden die Babenberger Landgrafen der Ostmark. Auf dem nach ihm benannten Leopoldsberg erbaute Markgraf Leopold IIL, der Heilige, seine Burg, bis sdiließlich unter Heinrich II. Jasomirgott 1156 die Residenz »Am Hof« errichtet wurde. Seit 1221 besitzt Wien das Stadtrecht. Nadi dem Aussterben der Babenberger (1246) und der kurzen Herrsdiaft König Przemysl Ottokars II. von Böhmen (1251-1278) wurde Wien Residenzstadt der Habsburger, die mit kurzen Unterbrechungen 642 Jahre lang regierten (1276-1918). Aus dem Jahre 1278 stammt auch das Stadtwappen von Wien; Ein weißes, durdigehendes Kreuz auf rotem Schild. Herzog Rudolf IV., der Stifter, hatte in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts die Stadt kulturell besonders beeinflußt. Unter ihm erfolgte die Grundsteinlegung zum Stephansturm (1359) sowie die Gründung der Wiener Universität (1365). 1438 wurde Herzog Albredit V. von Österreich als Albrecht II. deutscher König, und danach war Wien 367 Jahre lang Sitz der Kaiser des Heiligen Römisdien Reidies (bis 1806). Zweimal mußte die Stadt dem Ansturm der Türken standhalten. 1529 versuchte Solimán der Prächtige zum erstenmal die Stadt zu erobern, die vollkommen überrascht war, hatte sie doch die Türkengefahr nie ernst genommen. Bevor Wien ein zweites Mal den Türken standhalten mußte, hatte die Stadt einem ebenso gefährlidien Feind zu trotzen: der Pest. Heute sdiätzt man, daß ungefähr 60.000 Menschen der Krankheit zum Opfer fielen. Am 14. Juli 1683 standen die Türken abermals vor den Toren der Stadt - diesmal unter der Führung Kara Mustaphas. Unvorbereitet wie beim erstenmal konnte Wien sdiließlich doch mit Hilfe eines Entsatzheeres gerette werden. In der Folgezeit gelangen weitere Siege über die Türken, an denen Prinz Eugen von Savoyen maßgeblich beteiligt war. Österreich wuchs zur Großmadit heran, was auch in der Reichshauptstadt Wien reidien Niederschlag fand. Der Barockstil, aus Italien kommend, wurde zum typischen Stil Wiens und prägt auch heute noch den historischen Teil der Stadt. Nachdem Karl VI. 1740 ohne männlidien Erben starb, übernahm seine Tochter Maria Theresia die Herrsdiaft. Sie wurde zum Symbol der gütigen Landesmutter. Wie auch ihr Sohn Joseph II. führte sie zahlreiche Reformen durch, was Wien eine Revolution wie in Frankreich ersparte. Von überall her strömten die Künstler an den Kaiserhof und boten ihre Dienste an. Baumeister wie Johann Bernhard Fisdier von Erlach und sein Sohn Joseph Emanuel oder Johann Lukas von Hildebrandt, die Maler Bar-tolomeo Altomonte, Daniel Gran, Franz Anton Maulbertsch, Paul Troger und der »Kremser

Termékadatok

Cím: Wien [antikvár]
Szerző: Christian Fichtinger
Kiadó: Prisma Verlag GmbH
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
ISBN: 3570085627
Méret: 210 mm x 300 mm
Christian Fichtinger művei
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