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VORWORTDIE ZEIT UND DIE RELATIVITÄT - DAS 50. UND DAS 19. JUBILÄUM VON ISTVÁN FAZEKASEs kommt selten vor, dass zu Ehren eines Wissenschafters, der gerade sein 50. Lebensjahr vollendete, seine Kollegen bereits mit einem selbständigen Studienband herausrücken. Im Allgemeinen werden die 60- bis yojäh-rigen Lehrerpersönlichkeiten von Berufskollegen und Schülern mit einer Festschrift bedacht. István Fazekas ist erst 50 Jahre alt, dennoch ist es selbstverständlich, dass Band X. der Reihe Publikationen der Ungarischen Geschichtsforschung in Wien (PUGW) ihm gewidmet wird. 2014 begrüßen wir István nicht nur zu seinem 50. Geburtstag, sondern erinnern uns auch an seinen fast 20jährigen Aufenthalt in Wien, an seine Periode als Archivdelegierter. Wir wünschen ihm von Herzen, dass auf seine 50 Jahre noch zahlreiche glückliche und erfolgreiche Jahre in bester Gesundheit, im Rahmen seiner liebevollen Familie folgen. Sein Mandat als Delegierter in Wien geht nach 19 Jahren zu Ende: Ein bedeutender Abschnitt seines Lebens wird damit abgeschlossen. Von Frigyes Karinthy, dem hervorragenden ungarischen Schriftsteller, stammt der Gedanke, wonach die Menschen die Zeit falsch berechnen - es gibt ein einziges Maß: die Geschwindigkeit des Erlebens", d. h. die Intensität des Miterlebens. Die Zeit ist ein determinierender Akteur in unserem Leben, der auf die Wahrnehmung der scheinbar kontinuierlichen Reihenfolge der Ereignisse hinweist. Wir alle kennen und durchleben Tag für Tag die subjektive Zeit". Das ist unsere innere Wahrnehmung der Zeit, die mit Ereignissen, Geschehnissen verbunden ist. Diese Zeit vergeht nie auf die gleiche Art und Weise, ihre Dauer hängt von unserem Lebensalter und vor allem von der persönlichen Bedeutung und den Umständen der Geschehnisse ab. István Fazekas verbrachte 19 seiner 50 Jahre in Wien. Wie schnell für ihn diese zwei Jahrzehnte verstrichen sind, das könnte nur er selbst sagen. Es gab gewiss sehr intensive Perioden, und es