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Inge Friedl - Wie's g'wesn is [antikvár]

Wie's g'wesn is [antikvár]

Inge Friedl

 
Einleitung Dieses Buch ist ein Buch der Erinnerungen. Ein Buch, das an die alte bäuerhche Kultur und Lebensart erinnern soll, die um die Mitte des vorigen Jahrhunderts allmählich verschwand. Der Soziologe Roland Girtler behauptet, dass sich seit der Jungsteinzeit, also seit über 5000 Jahren, als der Mensch sesshaft und zum Bauern wurde, in unseren Breiten nicht so viel geändert hat wie nach dem letzten Krieg, vor allem in den 50er- und 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Wenn das wahr ist - und ich zweifle nicht daran -, dann gibt dieses...
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Einleitung Dieses Buch ist ein Buch der Erinnerungen. Ein Buch, das an die alte bäuerhche Kultur und Lebensart erinnern soll, die um die Mitte des vorigen Jahrhunderts allmählich verschwand. Der Soziologe Roland Girtler behauptet, dass sich seit der Jungsteinzeit, also seit über 5000 Jahren, als der Mensch sesshaft und zum Bauern wurde, in unseren Breiten nicht so viel geändert hat wie nach dem letzten Krieg, vor allem in den 50er- und 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Wenn das wahr ist - und ich zweifle nicht daran -, dann gibt dieses Buch EinbHcke in eine uralte, langsam gewachsene Kultur und in die Vielfalt des traditionellen bäuerhchen Lebens, zeigt aber auch den Wandel, der mit dem „ersten Tralctor" und mit der Elektrifizierung Einzug gehalten hat. Jahrhundertelang hatte sich die bäuerhche Arbeitsweise nur wenig verändert. Wirklich „alles anders" geworden ist alles erst vor 50, 60 Jahren. Es soll hier kein romantisches Bild der „guten alten Zeit" gezeichnet werden, sondern die Vergangenheit soll einfach so dargestellt werden, „wie's g'wesn is". Dabei wird kein Anspruch erhoben, eine Volkskunde des bäuerlichen Lebens vorzulegen oder den bäuerhchen Jahrlauf vollständig darstellen zu wollen. Geschichten vom „Heatrager" und vom „Sauschlachten" fmden genauso Platz wie die Bräuche auf einer Bauernhochzeit oder die Schilderung eines langen, anstrengenden Tages zur Zeit der Heumahd. Wir blicken zurück auf eine Zeit, in der auf den Bauernhöfen reges Leben herrschte. Neben der „Muatta" und dem „Vata", der Bäuerin und dem Bauern, und ihren meist zahlreichen Kindern lebten noch die Mägde und Knechte und deren Kinder, allerhand Onkel und Tanten der Bauersleute und die Großeltern am Hof Ein Betrieb ohne Maschinen benötigte viele und, es sei nicht verschwiegen, biUige Arbeitskräfte. Als Karl Brodschneider im „Neuen Land", der Wochenzeitung des Bauernbundes, die Leser dazu aufrief, alte Fotos einzusenden, war das Echo überwältigend. 1400 Bilder, die das Leben am Land „wies g'wesn is" dokumentieren, wurden uns für dieses Buchprojekt zur Verfügung gestellt.Wahre Schätze sind darunter, um die uns jedes Bildarchiv beneiden würde! Karl Brodschneider ordnete und sortierte die Bilder - 13 prall gefüllte Ordner sind es geworden meine Aufgabe war es, den Text zu schreiben. Welch ein Glück, dass noch Menschen leben, die selbst Flachs gebrechelt und mit der Hand Getreide gedro-

Termékadatok

Cím: Wie's g'wesn is [antikvár]
Szerző: Inge Friedl
Kiadó: Styria Verlag
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 240 mm x 220 mm
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