Bővebb ismertető
Staubblatt (Staubbeutel Staubfaden Kelchblatt (Die Kelchblátter bilden den Kelch.) Blütenblatt (Die Blütenblátter bilden die Blütenkrone.) Im Laufe der Entwicklung hat es sich gezeigt, daB Individuen und Arten, die sich leicht an eine Umweltveranderung anpassen können, den Kampf ums Dasein am erfolgreichsten bestehen. Diese Anpassungsfáhigkeit wird durch Variationen erreicht, die aus komplizierten genetischen Ursachen bei der geschlechtlichen Vermehrung entstehen. Bei den Pflanzen findet diese in der Blüte statt. Zu den blühenden Pflanzen gehören Gráser, krautige Pflanzen und Báume. Die Blüten der Gráser sind klein und unscheinbar, ebenso die Blüten vieler Báume. Sie bringen groBe Mengen von Pollen (Blütenstaub) hervor, den der Wind zerstáubt und in Kontakt mit dem weiblichen Blütenteil bringt, welcher seinerseits schlieBlich die Samen ausbildet. Bei der Windbestáubung geht es ziemlich aufs Geratewohl zu. Andere Blütenpflanzen, die wir hier im Buch behandeln, habén sorgfáltigere und weniger verschwenderische Befruchtungsmethoden entwickelt. Der Bau der Blüte ist so angelegt, daB sie einen Bestáuber anlockt. Manche Pflanzen sind derartig spezialisiert, daB nur ein ganz bestimmtes Insekt die Befruchtung vollziehen kann. Bei anderen Blüten wieder ist der Bau weniger spezialisiert. Immer jedoch muB die Pflanze einen geeigneten Landeplatz für das Insekt aufweisen und es durch Farbe, Geruch und Nektár anlocken. Natürlich spielen nicht nur Insekten die Rolle des Bestáubers, sondern auch Fledermáuse und Vögel. Der Bau der Blüte entspricht diesen verschiedenen Tieren und Methoden. Die schematische Darstellung einer einfachen Blüte mit ihren wichtigsten Blütenteilen wird oben gezeigt. Die Bezeichnungen werden hin und wieder im Text erwáhnt. Es ist nicht möglich, die Blüte isoliert zu betrachten, da sie innigst mit der übrigen Pflanze verbunden ist, deren Gestalt ihrerseits weitgehend von der Umwelt abhángt, in der sie wáchst. Die Botaniker unterscheiden meistens drei Haupt-Lebensráume: Wüste, Wald und Grasland. Wüstenpflanzen leben in der denkbar feindlichsten Umwelt: Sie leiden unter extremer Hitze, Kálte und - besonders wichtig -Trockenheit. Die Pflanzen tropischer Wálder habén mit dem Problem zu groBer Hitze und schwerer Regenfálle zu kámpfen. Die Pflanzen im Grasland sind weniger extremen Bedingungen ausgesetzt. Tropische Pflanzen können sich háufig dem gemáBigten Klima anpassen, aber umgekehrt ist es nicht so einfach. Unter extremen Verháltnissen sind die Blátter oft durch eine dicke Oberhautschicht (Kutikula) gegen die Gefahr des Austrocknens geschützt, und die Pflanzen sind oft immergrün. In einem heiBen Klima sind die Pflanzen groB und die Blüten oft sehr auffállig; in der Arktis dagegen sind die Pflanzen sehr klein, damit sie so wenig wie möglich der Unbill des Wetters ausgesetzt sind. Sie wachsen dort als Matté oder Schopf, und Stráucher erscheinen nur als niedrige, kriechende Gewáchse. Háufig habén sie sehr weitreichende Wurzeln, denen die Doppelaufgabe zufállt, genug Wasser zu sammeln und die Pflanze fest im Boden zu verankern. Die gedrángte Form vermindert den Wasserverlust - aber dafür gibt es auch andere Formen der Anpassung. Die Blátter habén dann eine Wachs- oder Lederschicht, oder sie sind mit Haaren bedeckt, die die Pflanze mit einer unbewegten Luftschicht abschirmen. Bei den Wüstenpflanzen, vor allém bei den Kakteen, wird die Anpassung durch das richtige Verháltnis von Blattdicke und GröBe der Blattoberfláche erreicht. Arktische Pflanzen passen sich auch durch eine ungewöhnlich kurze Reifezeit an: Manche blühen, reifen und vergehen innerhalb von sechs Wochen. In kleinerem MaBstab als bei den soeben erwáhnten Beispielen kann dieselbe Spezies in sehr verschiedenartiger Gestalt erscheinen, je nach dem Standort, an dem sie sich angesiedelt hat. Eine Pflanze, die sich in den Bergen in 2000 Meter Höhe an eine Erdtasche in einem Felsband klammert, mag im Vergleich zu einem Exemplar untén im Tal klein und verkümmert wirken. Wenn aber die beiden Pflanzen unter genau gleichen Bedingungen wachsen, zeigt es sich deutlich, daB sie der gleichen Spezies angehören. Damit taucht die Frage nach dem System der Pflanzen und ihrer Bezeichnungen auf. Die volkstümlichen Namen sind nicht vereinheitlicht und wechseln von einer Gegend zur náchsten. Das lateinische Pflanzennamensystem wird von den Botanikern der ganzen Welt verstanden und benutzt. Eine Familie ist eine Gruppé von Pflanzen mit gewissen konstanten Merkmalen. Diese beziehen sich gewöhnlich auf die Form der Blüte, die ja der augenfálligste Ausgangspunkt ist, wenn man Wechselbeziehungen feststellen will. In diesem Buch werden die vorgestellten Pflanzen vor allém nach Familien eingeteilt, zum Beispiel zeigen die náchsten zwei Seiten Angehörige der HahnenfuBfamilie. Eine Familie wird unterteilt in Gattungen (genus, genera), das heiBt in Untergruppen mit einem mutmaBlichen Vorláufer. Die Angehörigen einer Gattung nennt man Spezies oder Art. Die Definition einer Art ist ein schwieriges Problem, doch die Haupterwágung betrifft den Bau. Wildpflanzen waren die Vorláufer all unserer Zier- und Nutzpflanzen. Manche dieser Spielarten sind spontán entstanden, viele andere sind gezüchtet worden, wobei man sich die Eigenschaft zunutze machte, daB viele Arten sehr leicht bastardieren können. Unter Wildblumen verstehen wir in diesem Buch blühende Pflanzen, die ohne bewuBte menschliche Einmischung entstanden und das Ergebnis einer Entwicklung über Jahrmillionen sind. Stempel