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Fast im gleichen Augenblick, als das Pausenzeichen ertönte, öffneten sich die Klassentüren, und die Schüler und Schülerinnen des Geschwister-Scholl-Realgymnasiums hasteten, rannten, stolperten und drängten die Gänge entlang und die breite Treppe hinunter dem Schulhof zu.Die sechste Klasse versuchte, in dem allgemeinen Durcheinander beisammen zu bleiben, ließ sich Zeit, hielt sich dicht beim Geländer.Eigentlich komisch, daß Susi so plötzlich abgegangen ist, ließ sich Jochen Körner mit erhobener Stimme vernehmen, ich verstehe nicht Es gelang ihm nicht, den Lärm der trappelnden Füße, des Lachens und Schreiens zu durchdringen, der in dem hohen Treppenhaus widerhallte. Es war der erste Tag nach den Sommerferien, und besonders die jüngeren Jahrgänge revoltierten noch gegen die strenge Ordnung des Schulbetriebs wie wilde Pferde gegen den ungewohnten Sattel.Was hast du gesagt, Jochen? brüllte sein Freund Artur Holm zurück.Wegen Susi! Ich meine Sprich lauter! Ich verstehe immer nur Bahnhof!Mit einem Achselzucken gab Jochen es auf.Er war ein schlanker, noch nicht ausgewachsener Junge mit einem gutgeschnittenen Gesicht, das ausgesprochen sympathisch gewirkt hätte, wenn er nicht so mürrisch dreingeblickt hätte. Seine blauen Augen sahen düster in die Welt, die festen, vollen Lippen waren zusammengepreßt, die Stirn in Falten gelegt. Selbst das braune, leicht lockige Haar schien aus Protest zu Berge zu stehen. Jochen Körners Haut war immer, selbst in der sonnenlosesten Zeit, leicht gebräunt, nun, nach den Ferien, tief braun gebrannt.