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IVadition der Stammesgliedening
Die Geschichte Deutschlands ist die Geschichte eines langen Weges zum Nationalstaat. Germania ist nicht nur geographisch, sondern auch historisch der Name, den die Römer dem Gebiet zwischen Rhein und Elbe und Donau gaben, das von den deutschsprechenden Stämmen der Sachsen und Friesen im Norden, der Franken im Westen, der Thüringer in Mitteldeutschland, der Schwaben, Alemannen und Bayern im Süden besiedelt war. Die stammesmäßige Gliederung ist noch heute in den Ländern erkennbar, aus denen sich die Bundesrepublik Deutschland zusammenfügt. Der Frankenkönig Karl der Große faßte die deutschen Völkerschaften in einem großen, im Zeichen des Christentums geeinten Reich zusammen. Als der Papst ihn im Jahre 800 zum Kaiser krönte, wurde er Nachfolger der weströmischen Kaiser in einem erneuerten Imperium nördlich der Alpen. Das Riesenreich wurde unter seinen Nachfolgern geteilt: in ein westfränkisches, das heutige Frankreich, und ein ostfränkisches.
das heutige Deutschland, und aus diesem ging unter Otto I. dem Großen (936-973) ein Gebilde hervor, das man seit dem 15. Jahrhundert das Heilige Römische Reich Deutscher Nation nannte. Es gab den Völkern Mitteleuropas ein einheitliches Gefüge. Seine Blütezeit währte bis etwa 1250. Es gilt als das Goldene Zeitalter der Ritterkultur.
Zersplitterung und Religionskrieg
Im späten Mittelalter, einer Epoche territorialer Zersplitterung, gewannen die Einzelfürsten wachsenden Einfluß. Besonders die freien Reichsstädte regierten sich selbst und waren nur dem Kaiser Untertan. Es war das Zeitalter der Bürger und Zünfte, der unabhängigen Kaufleute und Bankiers. Handelsgesellschaften wie die Hanse besaßen oft mehr Macht als die Könige. Diese vielfältigen Kräfte schufen ein reiches Erbe an Kulturgütern - mit Kunstschätzen gefüllte Kathedralen, Klöster, Schlösser und Bürgerbauten.
Religionskämpfe prägten das 16. und 17. Jahrhundert. Martin Luthers Thesen |
Das mittelalterliche Bamberg: Gemälde > Abschied der Apostel < des Bamberger Meisters, 1483