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Erstes Kapitel
Die Sonne stand wie unverrückbar im Zenit und brannte un-barmherzig grell und heifí herab, als die Tagelöhner auf den Varumer Feldern den Lárm kommen hörten.
Anfangs scherten sie sich nicht darum, sondern beugten ihre Rücken weiter im gleichmáSigen Takt ihrer Sensenschláge, so dafi die Schatten ihrer Leiber wie Pendel über die Erde schwan-gen. Doch das Gerausch wurde durchdringender, frafi sich durch Müdigkeit und Hitze und erreichte schliefilich das Bewufitsein jenes Tagelöhners, der am südlichen Ende des Feldes stand.
Er war nackt bis zum Gürtel, und der Schweiő grub Furchen in den schmutzig-grauen Staub seiner Haut. Er hörte auf zu arbeiten und blieb, noch halb gebückt, lauschend stehen.
Er kannte diesen Laut.
Durchgehende Pferde!
Er liefi mit der einen Hand die Sense los, und da sah er sie auch schon oben auf der Kisumer Höhe auftauchen: ein Wa-gen, zwei Pferde davor, aber kein Kutscher auf dem Bock.
Alle blickten zur Höhe hinauf, die steil zu den Wiesen hin ab-fiel. Der dunkle Klumpen von Pferdeleibern und Wagen dort oben schofi wie ein Projektil nach vorn. Der Abhang vergrö-fíerte noch die Geschwindigkeit der Pferde, und nun sah es aus, als rutschten sie mitsamt dem Wagen von rechts nach links schleudernd den Berg herunter.
Starr blieben alle auf den Varumer Feldern stehen. Keine Hand rührte sich. Hitze und Müdigkeit waren vergessen. Die