Bővebb ismertető
Vorwort In den versdhiedenen Teildisziplinen dér Sozialwissenschaften wird eine Tendenz zu spezialisiertem Sprachgebrauch und zu immer enger umgrenzter Problemsidit spürbar. Mán hofft, auf diese Weise dem angestrebten Ziel, möglichst groBe Exaktheit und VerláBlichkeit dér erarbeiteten Ergebnisse, schneller náherzukommen. Andererseits mehren sich die Versuche, die von dér Überzeugung ausgehen, daB eine engere Verbindung dér sozialwissenschaftlichen Nachbardisziplinen nötig sei, um Fortsdrritte zumachen. Das Miteinandersprechen und -arbeiten ist aber im Zugé dér Spezialisierungstendenzen immer schwerer geworden. Dabei besteht durchaus ein lebhaftes Interessé daran, die Arbeit dér sozialwissenschaftlichen Nachbam" kennenzulemen, um die von den Álteren" gemaditen Fehler und entdeckten, aber erst einmal mit viel Mühen abgelaufenen Sackgassen zu vermeiden, oder um Anregungen für die Lösung eigener Probleme zu erhalten. Diesem Interessé entgegenzukommen, ist die Absicbt dér vorliegenden interdisziplináren Untersuchung. In dem Bemühen, Studierenden versdiiedener Ausbildungswege die Grundzüge gegenwártiger und unter Fachvertretern beinahe allseits akzeptierter soziologischer Begriffssystematik und Denkweise zu vermitteln, stöBt mán bei kritischer Betraditung und Diskussion sehr schnell immer wieder auf die Probleme dér Prámissen über menschliches Verhalten, auf das Mensdienbild, das jede sozialwissenschaftlidie Disziplin mehr oder weniger unreflektiert ihrer Fachsprache und ihren ersten Aussagen zugrunde legt. Dér zumeist nicht klar explizierte wissenschaftstheoretisdie Stellenwert solcher Prámissen scheint uns eines dér Haupthindemisse sowohl für die weitere Entwicklung dér einzelnen sozialwissensdiaftlidien Disziplinen als auch insbesondere für eine fruditbare sozialwissenschaftliche Integration zu sein. Das Gesprádi über wissenschaftstheoretische und anthropologisdie Grundfragen hat nun in den letzten Jahren an Umfang und Bedeutung zugenommen, seitdem die Sozialwissenschaften immer wieder verdáchtigt werden, die Nabelschnur zűr Philosophie zerschneiden zu wollen, oder mit ihren