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Vorwort:Je schlechter die Zeiten, desto besser die WitzeAls der STERN im Frühjahr 1968 damit begann, in jeder Ausgabe einen Witz der Woche" zu veröffentlichen, knüpfte er an eine große Tradition an. Denn schon zu Kaisers Zeiten druckte der unvergessene Münchner Simplicissimus" regelmäßig einen eingesandten Witz ab, der gerade im Lande die Runde machte (oder spätestens nach seinem Erscheinen im Simplicissimus" die Runde machen würde).Damals wie heute spiegelt sich im umlaufenden Volkswitz viel von der Stimmungslage der Nation - mal kalauernd, mal tiefsinnig, mitunter auch unter die Gürtellinie gehend. Die Könige unter den Witzen sind dabei die politischen. Böse, bissig, voll von Hohn oder Wut macht sich in ihnen Zeitkritik Luft. Wo Unterdrückung herrscht, gedeihen sie am besten. Selten kursierten in Deutschland so viele politische Witze wie während der Nazi-Herrschaft. In jüngster Zeit war es vor allem der Einmarsch sowjetischer Truppen und ihrer Verbündeten 1968 in die Tschechoslowakei, der eine Flut grimmiger, ja haßerfüllter Witze nach sich zog. Über mehrere Jahre hinweg betrauerte der Witz der Woche" das gewaltsame Ende des Prager Frühlings".Der allererste Witz der Woche" drückt die Angst der Griechen vor den Spitzeln und Folterknechten der Militärjunta aus, die damals in Athen an der Macht war.