Bővebb ismertető
VORWEGSchon wieder eine Anthologie! Wer um Ihre Erfahrungen mit Lyrik- und Prosazusammenstellungen weif?, liebe Leser, nimmt es Ihnen nicht übel, wenn sich Ihnen dieser Ausruf beim Anblick unseres Buches auf die Zunge drángt. Versucht aber dennoch jemand, in diesem wunderbar blühenden Anthologien-Rosen-garten durch eine bescheidene Neuzüchtung Aufmerksamkeit zu erregen, darf man zweierlei annehmen: Er ist entweder nicht von dieser Welt oder sich des Ungeheuerlichen seines Tuns voll und ganz bewuEt. Letzteres trifft übrigens zu.Allén Vorurteilen gegen die Anthologisten zum Trotz habe ich mich in jene besondere Sparte der Herausgeber eingereiht, die da so die schárfsten Anwürfe ihrer Kritiker! einfaltig und respektlos zugleich mit den Schöpfungen anderer umgehen, sie einmal so und einmal andersrum aneinanderreihen oder thema-tisch ordnen, in Blöcke einteilen und überhaupt auf man-cherlei Ideen kommen, um dann, mit der schlichten Behauptung, sie hatten etwas Eigenes geschaffen, allém die Krone aufzu-setzen. Dal? ihnen letztlich immer wieder verziehen wurde und wird, hat einen besonderen Grund: Durch das pausen- und gna-denlose Wirken eben jener Anthologisten erblickten so manche Erzáhlung und so manches Gedicht, die vielleicht noch jahrelang hátten in den Schubláden ausharren müssen, das Licht der Welt und kündeten (im günstigen Falle) vom Talent des Verfassers. Sicherlich trat und tritt dabei mancherlei Ausschuí? zutage. Das ist ganz natürlich. Wo gehobelt wird, fallen Spáne! Ins Gerede gebracht hat die Anthologien mitsamt ihren geistigen Vátern