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Vorwort
Als die Geschichten dieses heiteren, besinnlich machenden Buches entstanden, näherte sich der Tod. Mitten im Sommer meldete er sich bei Jo Hanns Rösler dadurch an, daß der Arzt ihn ins Krankenhaus schickte. Zurück blieb sein grüner, von Rosen bestandener Berg in der Nähe des Wendelsteins. Stille zog ein in sein altes Haus mit den gemütlichen Räumen, es war ein heißer, drückender Sommer, und wir alle hatten den Eindruck, daß der große, von Jahr zu Jahr durch immer neue Terrassen und Beete wachsende Garten spürte, daß plötzlich der Gärtner fehlte.
Auf seinem Schreibtisch lag ein abgeschlossenes Manuskript: die Geschichten, denen er den Titel gegeben hatte »Wohin sind all die Stunden . . .«. »Das Vorwort schreibe ich, wenn ich wieder zurück bin«, sagte er und stieg in den Krankenwagen. Er hatte immer Angst vor Vorworten, nicht weil ihm etwa nichts eingefallen wäre - nein, weil er nie ein falsches Wort sagen oder schreiben wollte. Er war bescheiden. Seine Geschichten, die er mit unnachahmlicher Leichtigkeit erzählte, waren ihm ans Herz gewachsen wie seine Kinder. Er hatte ihnen das Beste auf ihren Weg mitgegeben: Ehrlichkeit, Herzlichkeit, das Lächeln für den Alltag - und er war der Meinung, daß seine Geschichten stark genug waren, um sich allein und ohne feierliches Vorwort in unserer rauhen, lauten Welt zu behaupten.
Das Vorwort zu diesem Buch schreibt ihm nun seine Familie, die ohne ihn nicht denkbar ist und ohne die er