Bővebb ismertető
Die Wohnungsfrage ist in Ungarn eines der gesellschaftlich und wirtschaftlich drängendsten Probleme, ein Phänomen, das aber auch jenseits der Grenzen Ungarns von entscheidender Bedeutung ist.
Tatsächlich ist das Wohnungsproblem über die ganze Welt verbreitet, trifft jedoch in verschiedenen Ländern auf unterschiedliche Grundvoraussetzungen. So bezieht sich die Unzufriedenheit eines-Schweden, eines Inders oder eines Ungarn mit seiner Wohnung auf gänzlich unterschiedliche Wohnsituationen.
In der USA z.B. wird ein Stadtteil dann als Slum klassifiziert, wenn die Wohndichte pro Wohnraum sieben Personen erreicht, eine Zahl, die im heutigen Japan als Norm aufgefaßt wird. Japan überrascht tatsächlich hinsichtlich des Komforts und der geringen Größe der Wohnungen in den Großstädten, zieht man das sonst so hohe Lebensniveau des Landes in Betracht. Es handelt sich meist um Häuser mit nur einem Raum von ca. 30m^ Größe.
Dies bedeutet jedoch nicht, daß unter den Japanern der Anspruch auf komfortable Häuser und Wohnungen nicht vorhanden wäre. Dementsprechend zieht man in zunehmendem Maße in die grünen Vororte hinaus.
Die Lebensverhältnisse der Familien werden grundsätzlich durch den Erhalt einer Wohnung und die dort vorgefundenen Wohnverhältnisse bestimint, so daß hinter dem Wohnungsproblem zwei Faktoren stehen: Wohnungsmangel und Qualitätsverfall der Hä user. Diese Arbeit - wie schon aus dem Titel hervorgeht - beschäftigt sich vor allem mit der Frage der Wohnqualität und wird in diesem Zusammenhang auch den anderen Aspekt, den Wohnungsmangel, kurz diskutieren.
Was das Wohnen in Randsituationen anbelangt, so lohnt es sich hier einen kurzen, internationalen Ausblick zu geben, welche Wohnungen im Ausland zu dieser Kategorie gezählt werden können.
In anderen Ländern, vor allem in den USA, entspricht dieser Bezeichnung das sogenannte "slum". Ein "slum" ist ein großstädtisches Armenviertel, welches von der Bausubstanz verfallen, aber auch von der gesellschaftlichen und sozialen Situation her gesehen negativ zu bewerten ist und somit Schaden für Bewohner und die Gesamtheit der Stadt bedeutet. Einer der Gründe ftir die Entstehung und den Fortbestand der "slums" war die relative Schnelligkeit beim Wohnungsbau.
Die durch die Föderalistische Hypothekar-Versicherungsanstalt finanzierten, sich am Rande der Stadt befindenden neuen Wohnungen haben für die Mehrheit der Amerikaner das Wohnungsproblem gelöst. Die Menschen bevorzugten die neuen gegenüber den alten Wohnungen.
Dieses Verhalten begünstigte stark den Wohnungsbau am Rande der Städte, was gleichfalls zur relativen Wertminderung und zum Verfall der alten, zentral gelegenen Stadtteile führte.