Bővebb ismertető
Giuliano da Sangallo: Sandsteinrelief von einem Kamin
Früher Berlin, Sammlung: A. von Beckeralh
VORWORT ZUR ERSTEN UND ZWEITEN AUFLAGE
Aufgabe dieses Buches ist es, Raumkunst und Wesensart der einzelnen Möbel der italienischen L Renaissance zur Anschauung zu bringen. Jene war durch Malereien der Epoche und wiederhergestellte Innenräume, diese durch eine Auswahl von Einrichtungsstücken und dekorativen Steinbildwerken am ehesten deutlich zu machen. Das Bild zu vervollständigen, sind etliche Beispiele von bronzenem Hausgerät, Kissen und Ledertapeten beigefügt. Auf Stoffe ward verzichtet, weil oft dieselben Muster zur Wandbespannung und Bekleidung dienten. Das 17. Jahrhundert ist verhältnismäßig reich vertreten, doch nur, wo es in der Hauptsache die Tradition der Hochrenaissance bewahrt hat.
Entgegen dem Brauch ist die neue Auflage nicht vermehrt worden. Nicht die Menge, sondern die Auswahl bestimmt den Wert einer Darstellung. Deshalb wurden 70 Abbildungen durch andere ersetzt, deren Urbild von besserer Erhaltung oder ohne reiches Beiwerk edler in der Form ist oder als charakteristischer Typus bisher gefehlt hatte. —
Studien in Amsterdam, London, Paris, Wien, den größeren Sammlungen in Deutschland und Italien, sowie zahlreicher im Handel vorgekommener Möbel ermöglichten eine sorgfältige Nachprüfung des Gebiets, die auch dem Text zugute gekommen ist. Nur die in Amerika befindlichen Schätze konnten nicht genügend berücksichtigt werden.
Deutsche und ausländische Museumsleiter, Fachgelehrte, Sammler und Händler haben meine Arbeit bereitwillig durch Auskünfte und Überweisung von Photographien gefördert. Bei der ersten Auflage geschah dies insbesondere durch die Herren Exzellenz von Bode, Generaldirektor Dr. von Falke und Direktor Dr. Jessen-Berlin f, Direktor Dr. Back-Darmstadt, Dr. Figdor-Wienf, Direktor Dr. Graul-Leipzig, Professor Dr. O. Lanz-Amsterdam, Direktor Dr. Maclagan-London, Direktor Dr. Malaguzzi-Valeri-Bologna, Direktor Dr. Robert Schmidt-Frankfurt a. M. (jetzt Berlin), Professor Dr. Schubring-Hannover, L. Silten und Geheimrat Dr. E.Simon-Berlin, das Auktionshaus R. Lepke ebenda, sowie die Herren Stefano Bardini, Elia Volpi und Luigi Grassi in Florenz, L. Bernheimer, Julius Böhler und A. S. Drey in München. Für die zweite Auflage verdanke ich wertvolle Stücke und Nachweisungen Prinz Georg von Bayern in München, sowie den Herren Dr. Berliner vom Nationalmuseum in München, Präsident Camillo Castiglioni und Dr. Planiscig in Wien, Geheimrat von Falke in Berlin, Dr. Freiherr von Hadeln in Florenz, Regierungs-Baumeister Dr. Kleeberg in Darmstadt, Professor Dr. Lanz in Amsterdam und Direktor Dr. Valentiner in Detroit (U.S.A.), der Direktion des Castello Sforzesco in Mailand und des Victoria und Albert Museum in London, sowie den Firmen Hermann Ball, Hermann Gerson und den Pygmalion-Werkstätten in Berlin, Bellini in Florenz, Jacques Seligmann in Paris, Barzanti und Sangiorgi in Rom.
Berlin, 1. Januar 1928.
FRIDA SCHOTTMÜLLER