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VORWORT
Die hier vereinigten Dokumente sind Denkmale, die Zeitgenossen einem großen Mitlebenden errichtet haben; es sind Briefe und Äußerungen jeder Form, die bedeutende Menschen niedergelegt haben oder deren Empfänger sie waren.
Es liegt in der Eigenart der Dokumente, daß sie nicht eigentlich die Historie bilden, vielmehr ihr die — allerdings wesentlichste — Grundlage schaffen. Zeitdokumente, die Leben und Werk unserer großen Komponisten spiegeln, können also keineswegs die Biographie in ihrem großen Zusammenhang und in ihrer kritischen Würdigung ersetzen. Sie haben aber einen großen Vorteil: der Leser kann sich mit ihrer Hilfe selbst ein Urteil bilden, vorausgesetzt, daß er geneigt ist, die Dokumente als Zeugnisse zu empfangen, die ebenfalls eine persönliche Meinung modelliert hat. Insofern sind Zeitdokumente allerdings wieder Geschichte, indem sie die Grundlage der Erkenntnis bilden, daß Geschichte nicht ist, sondern — geschrieben wird. Objektive Gültigkeit, das, was wir gemeinhin als das Ewige ansprechen, besitzt allein das Werk.
In der Auswahl der Zeitdokumente Mozarts kam es auf eine Vollständigkeit an, die den Menschen, seine Persönlichkeit, sein Leben und sein Werk in den wesentlichsten Brennpunkten umfaßt. Diese, übrigens auch durch den Raum vorgeschriebene Wahl der Dokumente stellt also eine subjektive
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