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VORWORT
Sie haben nun schon etliche Jahre Deutsch gelernt, Sie haben vielleicht eine Oberstu-fenprüfiing, Sie brauchen Deutsch immer wieder beruflich, Sie unterrichten gar Deutsch? Sie gehören auf jeden Fall zur Gruppe der mehr oder weniger weit Fortgeschrittenen. Sie können also im Gespräch oder in einer Diskussion mit Freunden, Geschäftspartnern, Fachkollegen fast immer alles sagen, was Sie sagen möchten. Sie können sich also auch ohne Schwierigkeiten mit einem Deutschen über fast jedes Thema unterhalten. Sie haben fast keine Probleme mehr mit der Grammatik, Ihr Wortschatz ist ausreichend, auch wenn er natürlich nicht zufriedenstellend ist, das ist er ja nie. Und doch haben Sie öfter einmal das Gefühl, dass das, was Sie sagen, nicht so klingt wie das, was Ihr deutscher Gesprächspartner sagt, dass in Ihren Gesprächsbeiträgen irgend etwas fehlt, was Ihr Deutsch erst wirklich authentisch machen würde?
Wenn Sie über diesen fühlbaren, aber schwer konkretisierbaren Mangel nachdenken, kommen Sie vielleicht dahinter, dass Sie zwar alle Information der Welt vermitteln können, dass zwischen den Informationen aber irgend etwas fehlt: ein Übergang, eine Verbindung, etwas, was die Lücken zwischen den Informationen füllt. Und dann achten Sie vielleicht einmal gezielt darauf, was ihr deutscher Gesprächspartner oder die Diskussionsteilnehmer in Talk im Turm zwischen dem, was sie sagen, sagen. Wenn Sie sich diese Mühe machen, werden Sie bemerken, dass Ihr Gesprächspartner Ihnen nicht gleich die nackten Tatsachen ins Gesicht knallt, sondern zuerst einmal so etwas sagt wie Wenn Sie gestatten, möchte ich zunächst vorausschicken, oder Lassen Sie mich die Frage zunächst einmal grob skizzieren! und dann vielleicht Ich gebe Ihnen ein anschauliches Beispiel. Später, wenn Sie vielleicht auch schon etwas gesagt haben, konfrontiert er Sie nicht einfach mit seiner abweichenden Meinung, sondern leitet ein: Da mögen Sie schon recht haben, aber ich muss Ihnen doch eines zu bedenken geben, oder Da haben Sie den Kern der Sache getroffen. Wir könnten die Beispiele bis ins Unendliche fortsetzen, aber das würde hier zu weit führen.
Wenn Sie das alles festgestellt haben, dann sagen Sie sich vielleicht: Schön und gut, ich kann also die Füllung machen, ich kann sogar eine exquisite Füllung zubereiten, nur den Teig drum herum und zwischen den vielen feinen Füllungen, den kann ich nicht. Und dann fragen Sie sich: Wo kann ich die Zubereitung und Anwendung dieses Teiges lernen? In den Lehrbüchern, auch in denen für Fortgeschrittene, kommt der meistens zu kurz, weil die verschiedensten Füllungen im Mittelpunkt stehen. Bleibt mir also nichts anderes übrig, als mich monatelang vor den Fernseher zu setzen, möglichst alle deutschen Diskussi-
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