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Vorwort. . . Ich kann nur stammeln, daß mich der ,Wozzek' immer mehr erschüttert und daß ichzwar nichts glaube, wohl aber mit absoluter Bestimmtheit weiß, daß dieses Werk und alleanderen Bergs, entsprungen der heiligsten Inspiration, für alle Ewigkeit Geltung haben werden . . ."(Anton Webern, 1930)Wenn sich dem an Wozzec^-Beiträgen schon reichen Musikschrifttum anläßlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Uraufführung der Oper eine weitere Arbeit anreiht, kann man darin nur einen neuerlichen Beweis dafür sehen, daß das Kapitel Wozzeck auch für die Musikwissenschaft noch lange nicht abgeschlossen ist. Es wird immer wieder neue Aspekte geben, und in vielem wird man frühere Aussagen revidieren müssen.In diesem Büchlein, das gleichwohl vielen Vorarbeiten verpflichtet ist, wird versucht, in Annäherung an eine Dokumentation Alban Bergs Arbeit an der Komposition von den Anfängen bis zu der erst nach sieben Jahren erfolgten Fertigstellung und schließlich den oft zitierten ,,Leidensweg" der Oper darzustellen. Um Fehlern nach Möglichkeit auszuweichen oder vorzubeugen, wurden in erster Linie Primärquellen herangezogen, wie der gesamte Briefwechsel Bergs mit Schönberg und Webern, darüber hinaus aber auch Korrespondenzen mit Schülern und Freunden sowie zeitgenössische Berichte. Bisher unerforschte Skizzen zur Oper selbst wurden eingesehen, um nicht nur die Kompositionsanfänge datieren zu können, sondern auch Bergs Arbeitsweise und die einzelnen Entwicklungsstadien der Komposition einer kritischen Betrachtung zu unterziehen.Für das besondere Interesse, das Frau Helene Berg an dieser Arbeit gezeigt hat, und für ihre unermüdliche Hilfe habe ich ganz besonders zu danken. Mein Dank gilt aber auch Herrn Direktor Stefan Harpner von der Universal Edition, der die Anregung zu dieser Arbeit gegeben und sie gefördert hat, und allen jenen, die mir ihre Unterstützung gleichfalls nicht versagt haben: Edward N. Waters (Library of Congress, Washington), Herbert Cahoon (The Pierpont Morgan Library, New York), Mag. Dr. Franz Patzer (Direktor der Wiener Stadtbibliothek), Hofrat Dr. Franz Grasberger (Leiter der Musiksammlung der österreichischen Nationalbibliothek), Jörg Polzin (München), Prof. Dr. Willi Reich (Zürich), Dr. Ivan Vojtech (Prag), Bruno Vondenhoff (Frankfurt/M.), Friederike Schlesinger-Chapka, Erich Alban Berg und Peter Buschbeck (Wien) und nicht zuletzt meiner Frau, deren Kritik sich schon im Stadium des Entstehens dieser Arbeit als vorteilhaft erwiesen hat.Wien, im Juli 1975Ernst Hilmar 7