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EINFÜHRUNG
„Die Welt — photographisch gesehen" ist ein würdiger Gegenstand für ein Bilderwerk, das zum Schauen bestinunt ist und zum Betrachten einlädt. Ein Blick soll „in die Welt" getan werden mit Hilfe der photographischen Kamera.
Die Photographie ist aus unserem Anschauungs- und Erlebnisbereich nicht mehr fortzudenken. Sie ist nicht nur wundersames, bildnerisches Spiel, sie gibt Wirklichkeitsfragmente, ausdrucksvoll, erregend, im Wechsel von Licht und Schatten dramatisch gestuft, fast symbolisch. Sie kündet von der Eigenart und Schönheit dieser Welt, von ihren Formen, Erscheinungen und Gestalten und erschließt wieder und wieder Neues aus der Vielfalt der Schöpfung.
Ihren dokimientarischen Wert erkannte die Wissenschaft früh. Die photographische Kamera arbeitet sicher und genau, läßt sich mit den schwierigsten Versuchsapparaten und feinsten Instrumenten zusammenschalten. Sie zeichnet selbsttätig auf, was sich dem schwächeren Auge entziehen oder was es infolge der Schnelligkeit der Vorgänge nicht mehr aufnehmen kann. Sie „beweist" das Gesehene und Erforschte und bewahrt es zudem für lange Zeiten. Die photographische Kamera wurde bald unentbehrliches Rüstzeug der Wissenschaft, förderte ihre Arbeitsmethoden und Versuchsmöglichkeiten in ungeahnter Weise, so daß mit ihr eine neue wissenschaftliche Epoche begann. So wird sie nun überall in den Laboratorien, auf den Sternwarten, bei allen Forschungs- und Entdeckungsreisen zu Lande, zu Wasser und in der Luft verwendet.