Bővebb ismertető
Die Große Ysper entspringt im Weinsberger Wald. Das mäßig
tiefe Waldtal führt zum Ödteich, der in prachtvoller Wald-
einsamkeit in einer Höhe von über 800 m liegt. Nach dem Aus-
tritt aus dem Ödteich zwängt sich der Bach plötzlich durch harte
Felsblöcke und schneidet mit tosendem Wasserschwall eine
Klamm in das harte Gestein, die, von Waldbäumen umrauscht,
an Wildheit mancher Alpenklamm gleichkommt. Das Wasser
stürzt in Fällen über bemooste Blöcke fast 300 m taiab. Bei
Pisching öffnet sich die Waldschlucht, Feld und Obstgärten
begleiten den Weg vorbei an einzelnen Gehöften. Einer der
schönsten Teile des Waldviertels liegt vor uns. Bei Pisching
tritt die Ysper in ein fruchtbares Becken, in dem die Märkte
Ysper und Altenmarkt liegen.
Unterhalb Altenmarkt wird das Yspertal eng und felsig. Östlich
des Yspertales steigt der breite Rücken des Ostrong mit dem
Peilstein, 1061 m, empor.
Der Weitenbach entsteht aus zwei Quellästen. Der eine sammelt
die Wasseradern bei Pisching und schlängelt sich durch Wiesen
über Laimbach nach Osten. Eindrucksvoll erhebt sich der Nord-
rand des Tales einem Gebirgszug gleich, den kurze, steile Gräben
durchfurchen. Knapp hinter Würnsdorf kommt von Martinsberg
der andere Hauptast des Weitenbaches. Er reißt talab eine tiefe
Felsschlucht, ,,das Hölltal", in das harte Gestein, das er mit
Schnellen durchtost, und biegt dann plötzlich in die von Westen
herkommende Talung, gegen Pöggstall zu sich schlängelnd. Ab
Pöggstall senkt der Weitenbach seine Mäander immer tiefer in
das Urgestein. Die Straße durch das Weitental stellt eine der
besten Zufahrtslinien ins Innere des Waldviertels von der Donau
her dar.
Der Spitzerbach entspringt am Ostabfall des Schneeberges, 898 m,
bei Ginsles. Unterhalb von Trandorf wird das Tal des kleinen
Baches rasch enger und tiefer; im Süden ragen die steilen Berg-
wälder des Jauerlings empor und begleiten den Spitzerbach bis
zu seiner Mündung in die Donau. Am linken Ufer tragen die
Berge bis zu den waldbedeckten Gipfeln Weinbergterrassen,
und im Tale liegen freundliche Sommerfrischenorte. Knapp
vor Spitz gabelt sich das Tal: Ein Ast zieht nach Osten, der
andere, kürzere Teil stellt eine südöstlich laufende enge Fels-
schlucht dar.
Die Krems entsteht aus den zwei Quellbächen der Großen und
der Kleinen Krems. Die Große Krems entspringt im Weins-
berger Forst in etwa 900 m Höhe, die Kleine Krems am Hoch-
wetz, 903 m, bei Ottenschlag. Durch schluchtartige Waldtäler
winden sich die beiden Bäche, vorbei an den Fundstellen mensch-
licher Siedlungen aus der Steinzeit — in der Gudenus-, Eichmeier-
höhle, Teufelskirche und Schusterlucke—, dem Vereinigungs-
punkt unter der Hochebene von Eis zu.
Bei Ober- und Untermeisling wird das Talbild etwas lieblicher.
Der Wald reicht nicht mehr bis an den Fluß heran, Felder und
Wiesen säumen seine Ufer.
Knapp nach Untermeisling schlägt die Krems eine südöstliche
Laufrichtung ein. In dem schönen Engtal lugen Felswände und
Kanzeln hervor; besonders hübsch ist die Mäanderbildung der
Krems bei Senftenberg. Nach Senftenberg zeigen die Berghänge
Weingärten; die Terrassenstufen des Ostrandes der Hochebene
von Gföhl tragen Wald; und im Tai liegen zwischen Obstgärten
kleine Siedlungen.
Am Austritt der Krems aus ihrem Engtal liegt die Stadt Krems
als Donauhafen und Verkehrsknotenpunkt, in dessen Netz auch
der Kremstalweg eine bedeutende Rolle spielt.