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WiIli Pabst ^
i. Kapitel
Das Hoftor des zwar stattlichen und weit ausladenden, aber schlichten, unverzierten Schnorrhauses im Kirchviertel der Berg-stadt Schneeberg wurde hastig aufgerissen. Knallend schlugen seine gewaltigen Flügel gegen die Mauer. Ein hochgewölbter Plan-wagen rasselte heraus und hielt auf dem Platze vor dem Hause. Mehrere Wagen gleicher Art folgten unter Hussah und Peitschen-knall. Jeder war mit zwei starkhüftigen Brabanter Gáulen be-spannt. Jeder Wagen wurde von einem Kneckt gelenkt, an dessen Seite ein kurzes Handschwert hing. Links neben sich hatte er eine Muskete stehen, rechts von ihm safí ein grofíer, bösartig blickendei Hund. Mit einer kurzstieligen Geifíel mit langer Schnur knallte er bei der Abfahrt.
Dem Wagenzug sprengte hintennach mit klappernden Hufen ein starker Trupp geharnischter, mit Lanzen, langen Schwertern, Pistolen und Dolchen ritterlich gewappneter Reiter.
Endlich hielt dieser ganze Schnorrsche Kaufmannszug, auf seinen Führer wartend, vollzáhlig auf der Strafíe.
Stimmen klangen unter der Torwölbung auf, und wieder klapperten Hufe. Zwei weitere Reiter wurden sichtbar, beide gut-gewadisen und stark, der eine jedoch ein schon grauhaariger Mann, der zweite noch von fast jünglinghafter Schlankheit. Auch diese beiden trugen Vollharnisch und Schwert. Ilire Lanzen schwankten in Lederscheiden zur Seite des Sattels.
Eine Frau schritt neben den letzten Reitern, an der jeder Zoli Herrin war, ohne dafí sie die mütterliche Güte in Antlitz und Augen hátte verleugnen können oder wollen. Geradezu ehrfurcht-gebietend war die Gestalt dieser Frau, wie sie, den beiden letzten Reitern ihre Hánde hinstreckend, nun vor des Hauses Tür stand.