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Edeltraud Danesch - Zauber und Schönheit der Alpenblumen [antikvár]

Zauber und Schönheit der Alpenblumen [antikvár]

Edeltraud Danesch, Othmar Danesch

 
Von der Entdeckung und Erforschung der Alpenpflanzen A Unsere Alpenblumen haben eine jahrmillionen-alte Geschichte, die eng mit ihrem großartigen Lebensraum, den Alpen, verknüpft ist. uf jeden, der einen Sinn für Pflanzen hat, üben Alpenblumen eine ganz besondere Anziehungskraft aus, so daß sich fast von selbst die Frage aufdrängt: Sind sie eigentlich schöner als Blumen der tieferen Lagen? In der Tat weisen Alpenblumen eine größere Farbintensität auf, und dafür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend. Ihr ganz besonderer...
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Von der Entdeckung und Erforschung der Alpenpflanzen A Unsere Alpenblumen haben eine jahrmillionen-alte Geschichte, die eng mit ihrem großartigen Lebensraum, den Alpen, verknüpft ist. uf jeden, der einen Sinn für Pflanzen hat, üben Alpenblumen eine ganz besondere Anziehungskraft aus, so daß sich fast von selbst die Frage aufdrängt: Sind sie eigentlich schöner als Blumen der tieferen Lagen? In der Tat weisen Alpenblumen eine größere Farbintensität auf, und dafür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend. Ihr ganz besonderer Zauber liegt darüber hinaus aber wohl im Zusammenspiel ihrer Anmut und Farbenpracht mit der Bergwelt, die sie umgibt, mit dem schroffen, kargen Gestein, dem rieselnden Wasser, mit Gletschernähe, herber, klarer Luft und dem wechselvollen Lied des Windes. Es ist ein besonderes Zusammenspiel, das auf unnachahmliche Wei?e Kontraste verbindet und eine für uns unausschöpjf-bare Fülle von bezaubernden Bildern schafft. Wir sind heraufgestiegen oder herüberg^-wandert von der Paßstraße, an der wir das Auto zurückgelassen haben - und mit ihm den Alltag mit Gewohnheiten und Hast. Schon nach wenigen Schritten bemerken wir, daß uns eine ganz andere Atmosphäre umgibt, daß sich unser Blick von ungezählten Schönheiten der Bergwelt einfangen läßt: vom Schattenspiel im Lärchenwald und dem Teppich des Wald-Wachtelweizens; vom duftenden Steinröschenkissen oder den blauen Blüten der Alpenrebe, die neben uns einen Strauch durchflicht; von der Kulisse einer hellen, schroffen Bergwand, vor der orangerote Feuerlilien leuchten; von der Schar zierlicher blauvioletter Glockenblumen, vom blühenden Steinbrech auf einem Felsvorsprung. Arm jeder, der nur den fernen Gipfel vor dem Blick hat und sich auch hier noch von der Eile antreiben läßt. Er kennt nicht die Freude des Sehens, nicht das Glück des Staunens über die Fülle von Schönheit in dieser oft kargen Welt. Doch er weiß ja gar nicht, was ihm entgeht, und würde es kaum begreifen, hielte man es ihm vor. Bald lernt man, daß sich die Beziehung zu jenen Alpenblumen vertieft, die wir mit Namen kennen. Was man zu benennen vermag, rückt immer unwillkürlich näher, gleichgültig, ob es sich nun um einen Berggipfel handelt, um eine Baum- oder eine Pflanzenart oder um ein Dorf, einen Landstrich, einen Menschen. Die aus der Anonymität herausgehobene, mit einem Namen bezeichnete Pflanze gewinnt für uns an Lebendigkeit. Zur Freude über sie tritt allmählich dann das Wissen von ihr. Echtes Wissen vertieft Freude und Staunen, schärft den Blick für die vielen bedeutsamen Einzelheiten, läßt Zusammenhänge erkennen. Aus der Beglückung einer ersten Begegnung erwächst allmählich ein Glück des Erkennens, ein tiefes Staunen über die Lebendigkeit dieser kleinen blühenden Pflanze vor unserem Blick, über die Vielfalt der Wechselwirkungen und -beziehungen in der Natur, die aus einer fernen Vergangenheit herauf die Schönheit einer Türkenbundlilie und die zierliche Anmut einer Glockenblume ermöglicht haben. Sagen und «Kreuterbücher» In früheren Zeiten sahen die Menschen auch Alpenpflanzen mit ganz anderen Augen als wir. Sie waren Kinder ihrer Zeit mit allen Möglichkeiten und Begrenzungen. Sagen und Volksmärchen, mündliche Überlieferungen, alte Schriften, auch da und dort erhaltene Bräuche mit Wurzeln in einer oft sehr fernen Vergangenheit geben uns Hinweise auf ihre Auffassungen und auf ihr Wissen. Selbst in manchem Aberglauben steckt, oft umkleidet von Mißverstehen und Mißdeutung, manches Körnchen uralter Erfahrung und Weisheit, das sich häufig erst erkennen läßt, wenn man ohne Vorurteil und Besserwissenwollen danach forscht. Zauberkraut und «Widritat» Es ist denkbar und wahrscheinlich, daß zuerst die Beziehung der Menschen zu den hohen Bergen auf Bewunderung und Scheu fußte. Unnahbar für sie erhoben sich die fernen Gipfel in den Himmel, von Schnee und Gletschern bedeckt, oft von Wolken verhüllt. Götter wohnten auf ihnen, jene Unsichtbaren - oder doch nur von einzelnen Geschauten, wie die Sagen berichten in deren Händen die Geschehnisse ihres Alltags lagen. Ergreift nicht auch uns heute noch Bewunderung, wenn sich uns unvermutet ein Ausblick auf einen hohen Berggipfel öffnet? Unbewegt, wie für die Ewigkeit geformt, ragt er vor unseren Blicken auf, majestätisch und stumm, nur seine Schönheit spricht zu uns; die Harmonie der Zacken und Grate, der weiten Linien von Schneeflächen und Gletschern, der Grau- und Brauntöne seines Gesteins, von gleißendem Schnee- und Gletscherweiß vor der Bläue des Himmels. Und erfaßt uns in solchen Momenten nicht auch eine Scheu, eine Ahnung von einer Erhabenheit? Uns, die wir gewohnt sind, vom Auto, von der Seilbahn bis an den Rand des Gletschers oder noch höher hinauf, bis unmittelbar unter den fernen Gipfel, gebracht zu werden. Einzelne drangen wohl schon früh in die Bergwelt ein, in die schmalen Täler, in die Wälder, die an den Flanken der Berge wuchsen. Sagen aller Bergvölker erzählen von Erlebnissen der Jäger, von Begegnungen mit Riesen und Zwergen, die Goldoder Erzadern aufzeigten und Menschen anleiteten, Bergbau zu treiben. Der Mensch entdeckte natürliche Übergänge zwischen den einzelnen Ge-birgsstöcken. Auch davon berichten Sagen und alte Volksmärchen. Er brachte auf einsamen, beschwerlichen Pfaden Handelsware über die Berge. Später zogen Krieger über sie. 7

Termékadatok

Cím: Zauber und Schönheit der Alpenblumen [antikvár]
Szerző: Edeltraud Danesch Othmar Danesch
Kiadó: Fink-Kümmerly+Frey
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
ISBN: 3771805538
Méret: 220 mm x 290 mm
Edeltraud Danesch művei
Othmar Danesch művei
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