Bővebb ismertető
VORWORT
Dieser Predigtzyklu^ ist im Herbst 1980 in der Reformier-ten Stadtkirche in Wien gehalten worden. Das Thema "Zeichen, Bilder und Syrabole" wurde irn Sinne einer selbstkritischen Betrachtung des reformierten Erbes gewahlt. Die Welt ist voller Bilder, ebenso ist gewohntermaBen die Welt der Re-ligionen, des Glaubens, ja der Bibel voller Bilder und Zeichen. Die WSnde der reformierten Kirchen hingegen sind meist kahl oder höchstens mit irgendwelchen Ornameaten ver-ziert, ríüföte Ci.c ¦ Reforrnierte Kirchc nicht ihre Einstellung den Bildern gogenüber revidieren? Nun - zweifellos ist die Einstellung heute in unserer Kirche, was die Bilder be-trifft, nicht nur entkrampfter und legerer geworden, sondern offcn, írei, raanchmal sogar spielerisch. Langst ist auch erkannt worden, daü Bilder beziehungsweise Bildwerke nicht nur mit Pinsel und MaiBel verfertigt vrerden, sondern viel haufiger - und das von jedem gewöhnlichen Menschen - mit Worten, Begriffen und Gedanken. Ein naiv-vordergründiges Beharren auf dern Bilderverbot (2.Gebofc) - einer reformierten Eesonderheit - gibt cs alsó nicht mehr. Doch der kri-ticche und vorsichtige Uzr.gang der Reformierten mit den Bildern etc. ist ge'olieben, ja hat eine Vertiefung er-fahren. Mit gutem Grund wird beharrlich auf die unüber-windbare Differenz zwischen Bild und Wirklichkeit hinge-wiesen, sowie immsr wieder von neuem gefragt, was an christ-lichen Glauben und r.rn mensehlichen Leben eigentlich ab-bildbar sei. In diruem Sinne behalt die Reformierte Kirche in aller Preiheit das sogenannte Bilderverbot bei - als eine Art Askese - und bekennt sich damit einerseits zu ihrer Besonderheit und Eigenart innerhalb der Christenheit und andererscits zu ihrer ökumenischen Verwandschaft mit Juden und Moslems.
Wien, im Dezeraber 1980 Peter Karner
P.S. Die Prediger in der Reformierten Stadtkirche sind für jede Anregung zu einem weiteren Predigtzyklus dankbar.