Bővebb ismertető
geleitwort
Das vorliegende Büchlein verdankt seine Entstehung einer dreifachen Erfahrung.
Aller kritischen In-Frage-Stellung Gottes und allen Theologien vom »Tode Gottes« zum Trotz ist das Reden von Gott in unseren Tagen lebendiger als je zuvor. Mehr noch - wir erleben heute eine ganz neue Bemühung um die Erfahrung Gottes in den mannigfachen Formen des Gebetes, Daß die dabei gelebten Weisen der Gott-Begegnung uns bisweilen befremden oder gar schockieren - es sei an die von Amerika herüberkommenden Formen ekstatischen Betens erinnert braucht uns nicht zu stören. Es geht hier nur um die Feststellung des Faktums, auf das wir eigentlich nicht vorbereitet waren.
Die andere Erfahrung bezieht sich auf das rechte Verhältnis zwischen dem persönlichen und dem liturgischen Beten. Es hat bekanntlich eine Zeit gegeben, in der man diese beiden Formen gegeneinander ausspielte und - je nach dem eigenen Standpunkt -die eine der anderen vorordnete. Heute sind diese Kontroversen längst abgetan. Wissen wir doch, daß beide Formen aufeinander angewiesen sind und einander befruchten. Darum wird in diesem Büchlein das Beten der Kirche im Ablauf des Kirchenjahres, so wie es durch die nachkonziliare Neuordnung des liturgischen Kalenders und der Schriftlesungen seinen neuen Rhythmus gefunden hat, zum Leitfaden genommen. Die einzelnen Texte wollen die von dort ausgehenden Impulse aufnehmen und in persönliches Gebet überleiten. Bei der Auswahl wird - zumal für , die »leeren« Tage, die nicht mit eigenen Texten versehen sind -das »Themenverzeichnis« am Ende des Bandes hilfreich sein.