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VORWORT
Die folgende Zusammenstellung literarischer Zeugnisse zur Oster-botsdiaft der Kirche soll dem tieferen Verständnis dieser Osterbot-sdiaft dienen. Sie ist eine Frucht des wissenschaftlichen Bemühens um den Inhalt und die Bedeutung der („literarischen") Darstellungs-¦weisen der urkirdilichen Osterverkündigung und insbesondere der neutestamentlichen Osterberichte, wie sie der Verfasser in seiner Studie, Die Auferstehung Jesu in der Botschaft der Evangelisten. Ein traditionsgeschichtlidier Versuch zur Sicherung der Osterbotschaft in der apostolischen Zeit (SBS 26) Stuttgart 1967, dargelegt hat. Es ist ja nidit zu leugnen, daß die Entdeckung des leeren Grabes am Ostermorgen und die Begegnung der Jünger mit dem österlichen Herrn die Kirche vor die schwierige Frage stellte, wie diese aufeinander zu beziehenden Ereignisse in ihrer Bedeutung und in ihrem ' . Wesen zu beschreiben und gültig zu verkündigen waren. j • Die Texte wollen vor allem auf die „Formungsgeschichte" der neu-testamentüAen Osterverkündigung aufmerksam machen, Denkfor- , men und literarische Schemata, Motivfelder und die ihnen innewohnenden Tendenzen zur „materialisierenden" Veranschaulichung der J;, Aussage aufzeigen. Nicht nur die jüdische Erwartung einer „Aufer- i stehung des Fleisches" hat die kirchliche Osterbotsdbaft gestaltet, sondern auch die Denkform „Erniedrigung und Erhöhung" in Verbin- , ' dung mit dem apokalyptischen Motiv des „Menschensohnes" von ' Dan 7,13f. Beide Deutewelsen konkurrieren miteinander bis ins ' zweite und dritte Jahrhundert. Die Texte selbst sind so ausgewählt ', und im wesentlichen auch vollständig dargeboten, daß sie allen an der Osterbotschaft interessierten Gläubigen, Theologen und Laien, eine Hilfe sein können, die Osterbotschaft auch in ihrer darstellerischen Form zu verstehen und Wesentliches vom Unwesentlichen i' , zu unterscheiden. Die Einführungen (Klelndruci) verbinden die einzelnen Dokumente zu einer Art Lesebuch und sollen eine Handreichung sein zum Verständnis der christlichen und außerchristlichen Zeugnisse. Es sei In diesem Zusammenhang der Hinweis erlaubt, daß auch ein zeit- und religlonsgeschlchtllches Lesebuch zum Neuen Testament In Vorbereitung Ist. Der Versuch einer Formgeschichtlichen Synopse der Erschelnungsberlchte (Faltblatt), der m. W. hier erstmals unternommen wird, soll zeigen, wie trotz sich ändernder Anschauungsmaterialien die Grundstruktur der Überlieferung gewahrt bleibt (Mt 28,16-20; Jo 20,19-23), wie sie jedoch auch aufgelöst