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Zeitschrift für ärztliche Fortbildung 1927. január-december + Kiegészítés 1-12. [antikvár]

C. Posner, Prof. Dr. Weygandt, Prof. Dr. Alois Strasser, Prof. Dr. Artur Biedl, Prof. Dr. F. Glaser, Prof. Dr. H. Brüning

 
Zeitschrift fur ärztliche Fortbildung Prof. Dr. F. KRAUS Geh. Med.-Rat, Berlin Unter ständiger Mitwirkung von Prof. Dr. F. MÜLLER Geh. Hofrat, München redigiert von Prof. Dr. C. ADAM in Berlin San.-Rat Dr. A. STAUDER Vors. d. Dtsch. Ärztevereinsbundes Nachdruci der 0 r i g i nal ar 1i i e 1 nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Verlages, der Referate nur mit Que lenangahe gestattet. 24. Jahrgang Sonnabend, den 1. Januar 1927 Nummer 1 I. Abhandlungen. i. Die ambulatorische Behandlung des Diabetes mellitus mit besonderer...
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Zeitschrift fur ärztliche Fortbildung Prof. Dr. F. KRAUS Geh. Med.-Rat, Berlin Unter ständiger Mitwirkung von Prof. Dr. F. MÜLLER Geh. Hofrat, München redigiert von Prof. Dr. C. ADAM in Berlin San.-Rat Dr. A. STAUDER Vors. d. Dtsch. Ärztevereinsbundes Nachdruci der 0 r i g i nal ar 1i i e 1 nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Verlages, der Referate nur mit Que lenangahe gestattet. 24. Jahrgang Sonnabend, den 1. Januar 1927 Nummer 1 I. Abhandlungen. i. Die ambulatorische Behandlung des Diabetes mellitus mit besonderer Berücksichtigung des Insulins1). Von Prof. Dr. Rolly in Leipzig. Bei der Behandlung des Diabetes mellitus müssen wir uns zuerst darüber klar sein, daß alle Maßnahmen, die wir treffen, um die Funktion der Kohlehydratverbrennung im Organismus zu schonen, eine Besserung dieser Funktion hervorrufen und daß diejenigen Maßnahmen, welche die Kohlehydratverbrennung stärker in Anspruch nehmen und reizen, eine Verschlechterung im Gefolge haben. Weiterhin ist es sicher, daß durch irgendwelche Medikamente der Diabetes mellitus nicht gebessert werden kann. Infolgedessen sind wir zwecks Einleitung einer geeigneten Therapie fast nur auf die Diätbehandlung angewiesen. Dabei ist nun zuerst einmal zu entscheiden, ob wir einen leichten oder schweren Diabetes vor uns haben. Am besten gehen wir bei einer ambulanten Behandlung zu diesem Zwecke so vor, daß wir nachsehen, ob im Urin Azeton oder Azetessigsäure vorhanden ist oder nicht. Sind sie nicht vorhanden, so haben wir es mit der leichten Form zu tun, wenn auch der Prozentsatz des Zuckers im Urin hoch ist; denn der letztere richtet sich nach der vorausgegangenen Mahlzeit und richtet sich also nur danach, ob der Patient viel oder wenig Kohlehydrate vorher zu sich genommen hat. Bei der leichten Form des Diabetes mellitus ist die Behandlung nicht schwer. Wir geben eine strenge kohlehydratfreie Nahrung, also nur Fleisch, Fett und Gemüse und von dem letzteren besonders Salat; weiter saures Obst, wie Preißel-beeren, Johannisbeeren, verbieten das Bier, ge- >) Vortrag, gehalten auf dem Internationalen Fortbildungs- atatten, wenn es unumgänglich notwendig ist, etwas sauren Wein und sehen alsdann, daß sofort oder nach einigen Tagen sämtlicher Zucker aus dem Urin verschwunden ist. Sehr zweckmäßig ist dabei der Gebrauch einer Karlsbader Kur, da ja bei einer strengen Diät durch den Ausfall der Kohlehydrate in der Nahrung im Organismus Azeton und Azetessigsäure in geringem Maße entstehen werden und das Karlsbader Wasser dies zum Teil zu verhindern imstande ist. Es werden dann nach anfänglichem Auftreten dieser Säuren im Urin letztere wieder verschwinden, es wird weiter die Toleranz für Kohlehydrate allmählich zunehmen, so daß wir nach ca. einer Woche des Gebrauchs der strengen Diät wieder allmählich Kohlehydrate zu der Nahrung zusetzen können in Form von Brot und Zulage von Kartoffeln oder beiden, von denen wir anfangs wenig, dann langsam schrittweise mehr geben. Wird dann bei einer gewissen Zulage von Kohlehydraten wieder Zucker im Urin ausgeschieden, so ist die Toleranz für die Kohlehydrate überschritten, worauf wir wieder weniger Kohlehydrate geben müssen, um den Patienten dauernd frei von Zuckerausscheidung zu erhalten. Ganz anders ist nun die Behandlung bei den Zuckerkranken der schweren Form, woselbst Zucker im Organismus nicht allein aus den Kohlehydraten, sondern auch, wie ich das zuerst gezeigt habe1), aus dem Eiweiß entsteht. Wollten wir hier die Kohlehydrate völlig entziehen, so könnte direkt ein Coma diabeticum entstehen, und, da auch aus Eiweiß Zucker sich bildet, so würden wir auf diese Weise nie den Patienten zuckerfrei bekommen. Allerdings sollen wir es auch bei dem schweren Diabetiker versuchen, die Kohlehydratzufuhr einzuschränken, wir müssen dabei aber stets genau beobachten, ob die Säuren im Urin bei dieser Kohlehydrateinschränkung i) Deutsches Archiv f. klin. Medizin 78 (Entstehung von Glykogen aus Körpereiwelfl).

Termékadatok

Cím: Zeitschrift für ärztliche Fortbildung 1927. január-december + Kiegészítés 1-12. [antikvár]
Szerző: C. Posner , Prof. Dr. Weygandt , Prof. Dr. Alois Strasser , Prof. Dr. Artur Biedl , Prof. Dr. F. Glaser Prof. Dr. H. Brüning
Kiadó: Verlag von Gustav Fischer
Kötés: Könyvkötői kötés
Méret: 210 mm x 280 mm
C. Posner művei
Prof. Dr. Weygandt művei
Prof. Dr. Alois Strasser művei
Prof. Dr. Artur Biedl művei
Prof. Dr. F. Glaser művei
Prof. Dr. H. Brüning művei
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