Bővebb ismertető
1. Kapitel.
Geschichte und Zweck der Perspektive.
1. Zweifellos haben die alten Kulturvölker, welche jene herrlichen Bauten schufen, deren Reste noch heute unsereBewunderungerregeii, die Kunst der Zeichnung wohl verstanden. Aufgedeckte Wandmalereien in Pompeji und an anderen Orten, figürliche und landschaftliche Dar-stelluagen auf Abäsen zeigen uns deutlich, daß den Q-ric-chen und Römern die G-esetze der perspektivischen Erscheinungen nicht fremd waren, und dies ist ja auch nicht zu verwundern bei Völkern von solch scharfer Beobachtungsgabe, wie die Griechen und Römer sie besaßen. Ist ja doch die Natur der beste und vollkommenste Konstrukteur, mit dessen Hilfe auch heute noch ein großer Teil unserer Künstler die perspektivischen Grundgesetze sich aneignet. Wissenschaftliche Werke über Perspektive sind aus dem Altertume nicht bekannt. Die Literatur über Perspektive hat sich vornehmlich im Mittelalter ausgebildet und bis in die neueste Zeit Aveiter entwickelt. Überaus zahlreich sind die Werke über Perspektive vom Beginne des 14. Jahrhunderts bis zum heutigen Tage. Von Jan van Eyk angefangen bis zu unserem großen Geometer Steiner, ist es eine stattliche Reihe von Künstlern inid Gelehrten, welche die Materie der Perspektive bearbeitet und ihre Konstruktionsmethoden so vervollkommnet haben, daß wir heute imstande sind, jede überhaupt lösbare Aufgabe der Perspektive zu lösen.