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Fast genau sechzig Jahre sind vergangen, seitdem Rudolf Baumbach seine dem slowenischen Volksschatz entnommene Alpensage ?Zlatorog" zum ersten Mal der deutschen Oeffentlichkeit übergeben hat. Der damals fünfunddreissigjährige Baumbach war bis dahin so gut wie unbekannt gewesen und gerade JZlatorog" war es, mit dem er die Wandlung vom thüringischen Schullehrer zum deutschen Dichter vollbrachte. Baumbach hat später noch vieles Schone geschrieben und gedichtet, aber kein anderes seiner Werke, JFrau Holde" nicht und nicht die ?Lieder eines fahrenden Gesellenu, nicht die ?Sommermärchen" und nicht die ,^pielmannsliederu, keines hat auch nur annähernd jenen Grad von Popularität erreicht wie eben ?Llatorog". Dieses kleine, anspruchslose, aber in seiner lieblichen Einfalt sehr ansprechende Werk hat nicht nur den Dichter selbst überlebt, sondern auch alle materiellen und geistigen Umstürze von Krieg und Nachkrieg; denn noch im Jahre 1924 gab Cotta in Stuttgart eine Neuauflage heraus, die auf dem Titelblatt den stolzen Vermerk tragen konnte: 106.108. Tausend.Dass sich aber nun, weitere zehn Jahre später, ein jugoslawischer Verlag entschlossen hat, den unverwüstlichen ,Llatorog" in neuem Gewände aufzulegen,5