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Vonttort
„Dies Wunder erzählt man nicht aus!" lächelte Großmutter, wenn wir staunten, daß es noch eine Weihnachtsgeschichte gab, noch eine und immer wieder eine, nachdem wir schon so viele gehört hatten.
Nein, ihr erzählt es nicht aus, ihr Dichter und Großmütter, ihr „Nähmuhmen" und Basen und Kalendermänner, ihr dik-ken Bücher nicht und nicht ihr kurzen Erzählungen, zarten Legenden, nüchternen Berichte oder ihr vielen, vielen - oft rührseligen - Geschichtchen!
Und während wir lesend, hörend angerührt werden von der wundersamen Wandlung, die einem Menschenherzen vor 300 Jahren geschah, ereignet sie sich vielleicht gerade neu -im Haus gegenüber, unten auf der Straße oder im Herzen des Nachbarn. Hundert, tausend und mehr Geschichtchen - und es ist doch nur die eine einzige von der sichtbar erschienenen Güte Gottes, seit zweitausend Jahren und in so vielen Sprachen erzählt! Es ist die alte Botschaft von der fleischgewordenen Liebe, von dem Christ-Kind, das durch die Welt geht und um Barmherzigkeit und GegenUebe bittet und dem man begegnen kann, wenn man zai sehen und zu hören versteht, so wie jener einsame und von seinem baldigen Tod schon wissende Mann, der durch die große Stadt Rio irrt, durch den Trubel der Festvorbereitung, durch erwartungsgeschwellte Menschenmassen, überfüllte Warenhäuser und Straßen, und der dann, müd geworden am Rande der Stadt, in Lumpen gehüllt, in den Armen einer Bettlerin das Christkind findet. Und Es lächelt ihn an!
Kind«r werden des Hörens und Staunens nicht müde! Und weil auch in uns etwas vom Kindsein wieder wach wird, wenn wir alljährlich die Kerzen am Adventskranz entzünden, wer-
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