Bővebb ismertető
EIN BRIEF AN DIE
REFERENTEN, RELIGIONSLEHRER
UND SEELSORGER
Sehr geehrte Damen und Herren,
„Ökumenisches Bemühen hat die Diskussion um den Begriff der Diaspora neu belebt", schreibt Prälat Anton Kötter, langjähriger Generalsekretär/Geschäftsführer des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken und ausgezeichneter Kenner der heutigen europäischen Diasporasituation. Das Verhältnis von Diaspora und Ökumene wird neu durchdacht, nicht nur bei uns in der Bundesrepublik, sondern auch in der DDR, in Holland, Dänemark, Skandinavien Dabei wird festgestellt, daß aus „polemischem Gegeneinander und kühlem Nebeneinander der Christen unterschiedlicher Konfessionen weithin ein enggeschlossenes Miteinander geworden" (Kötter) ist.
Das jahrhundertealte Diasporaverständnis im Sinne einer konfessionellen Diaspora hat sich in unserem Jahrhundert, besonders seit dem 2. Vatikanum durch den Beitrag der Ökumene, die ja den Gegenpol zur Diaspora darstellt (Sammlung der „Zerstreuten"), gewandelt zu einem „neuen" Diasporaverständnis, das sich eben aus dem Gegenüber von allen Christen zur säkularisierten Welt und zum Neuheidentum unserer Tage ergibt.
Weil diese Phänomene nicht völlig neu sind, sondern im Laufe der Geschichte des Volkes Gottes der Bibel und der Kirche(n) immer wieder auftauchten, und weil wir aus der Geschichte lernen sollen und wollen, deshalb bieten wir Ihnen in dieser Handreichung einen Rückblick in die Sicht des Verhältnisses von Diaspora und Ökumene im AT und NT, einen Überblick über Reflexionen zu diesem Thema aus dogmatischer Sicht, einen Versuch der Verhältnisbestimmung heutiger Diaspora zur Säkularisierung. Interessierte Leser sowie diejenigen, die
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