Bővebb ismertető
Vorrede Die in diesem zweiten Bande meiner Aufsátze gesammelten Arbeiten gelten der Frage nach dem historischen Jesus. Was neu hinzugekommen ist, steht am Schlufí des Bandes. Exegetische Arbeit und systematische Besinnung fordern einander. Dieser das hermeneutische Problem heute immer stárker in den Bereich der Sprache verlegende Sachverhalt macht mir die Kurve in meinen exegetischen Arbeiten zur Genüge deutlich. Ich lege sie trotzdem miteinander vor, weil sie vielleicht einen Weg andeuten. Interpretierten wir früher den historischen Jesus mit Hilfe des urchristlichen Kerygmas, so interpretieren wir heute dieses Kerygma mit Hilfe des historischen Jesus - beide Richtungen der Interpretation ergánzen sich. Die chronologische Reihenfolge der Aufsátze war so von selbst nahegelegt. Besonderer Dank gebührt auch diesmal meinen jungen Mitarbeitern, vor allém den Herren Repetenten Christoph Demke, Hans-Jiirgen Hermisson und Eberhard Jüngel. Sie lasen Korrektur und erarbeiteten zusammen mit meinem Assistenten, Herrn Dieter Nestle, die Register. Der Verlag hat wieder alles getan, was er tun konnte, um ein schönes Buch herzustellen. Ich gedenke meines toten Freundes Paul Schempp. Er ist uns in echter theologischer Existenz vorangegangen. Ich habe von ihm gelernt, da& Glaube und Freiheit unzertrennlich sind. Was ich damit meine, steht in seinem immer noch höchst lesenswerten Büchlein „Luthers Stellung zur Heiligen Schrift", 1929, und ist uns jetzt in einem Bande „Gesammelte Aufsátze", 1960, vorgelegt, die Ernst Bizer treu herausgab. Berlin, 21. Juni 1960 Ernst Fuchs