Bővebb ismertető
Einleitung
In den folgenden Ausführungen soll es sich weniger um die Klinik, d. h. die angewandte Pathophysiologie, des Greisenalters handeln als vielmehr um die Pathomorphologie desselben*). Im allgemeinen ist des Greisenalters mit den für ihn charakteristischen Veránderungen aus eigener Er-fahrung vorwiegend in klinischen Abhandlungen gedacht worden, so dafi man iinwillküiiich auf den Gedanken kommen könnte, nur die klinische Tatigkeit halté den Arzt so jung, dafi er dieses Altér noch kritisch erlebt. Demgegen-über ist zu sagen, dafi die theoretischen Fácher der Medizin in dieser Beziehung hinter den klinischen nicht zurück-stehen, ja, dafi es vielleicht mehr Theoretiker als Kliniker gibt, die selbsthandelnd noch die Grenze zum sogenannten Greisenalter überschreiten. Allerdings ist, soweit ich weifi, noch keine beweisende Statistik da. Nach der allgemeinen Statistik bewegt sich der Stand der Arzte auf einer mittleren Linie der Sterblichkeit, übertrifft nach dieser Richtung hin bei weitem die bei Geistlichen und bei Lehrern gewonnenen Zanlen, steht aber deutlich hinter den Industriearbeitern und den Bierbrauern zurück. Wenn ein Pathologe in den nach-folgenden Ausführungen das Wort ergreift, so geschieht es nicht nur aus dem Grundé, weil er selbst das Reich des Alters betreten hat, sondern auch, weil er bei einigen der hervor-ragendsten Kliniker im Greisenalter die Todesursache fest-stellen und dabei den Greisenkörper genau untersuchen konnte.
*) Yom Standpunkt der normalen Physiologie aus ist das Problem des Alterns und des Todes zuletzt eingehender von A. Lipschütz [Die Wissenschaft 57 (1915)] erörtert worden. Als theoretischer Biologe behandelt dasselbe Problem R. Ehrenberg (Theoretische Biologie, Berlin 1923).
Aschoff, Greisenalter. 1