Bővebb ismertető
,1 cta Linguistica Academiae Scientiarum Hungaricae, Tomus 33(1 —4),pp. 123—165 (1983)
ZUR PHONEMATIK DER NÖRDLICHEREN WESTOSTJAKISCHEN MUNDARTEN
Von
EDITH VÉRTES
1. Die Problematik der Vokalphoneme des Südost jakischen habe ich in FUF XXXVII (1 — 70) usw. und zuletzt in einer Monographie (BiblUr. 2) behandelt, von den nördlicheren Westmundarten nur die der Ni.-Mundart (samt ihrer Transkription) bereits zweimal, aber nicht ausführlich. Beidesmal dienten mir die Ni.-Textaufzeichnungen von Steinitz als Ausgangspunkt. Im Vorwort zu den Ni.-Texten von Steinitz habe ich ausschließlich das Verhältnis der in den Originalaufzeichnungen verwendeten Vokalzeichen zu dem Steinitzschen Transkriptionssystem dargestellt (s. OA III, im Druck). Im zweiten Artikel habe ich meine Zweifel in bezug auf die Velarität der Steinitzschen [ß], [o]-Phoneme in Ni., weiterhin über die m. E. unwahrscheinliche Zusammengehörigkeit der nach Steinitz mit [a] bzw. mit [e] zu transkribierenden palatalen und velaren Vokalzeichen von Karjalainen geäußert (BiblUr. 7 :111—9).
Eine detaillierte Überprüfung der von Steinitz vorgeschlagenen Transkription des Ni.-Materials von OL wurde bisher nicht durchgeführt, wie auch die der Kaz.- und O-Mundart nicht. Da der Vokalphonembestand der Ni.-Mundart nach der Auffassung von Steinitz nur um ein Phonem weniger enthält als der der Kaz.-Mundart, ist es praktisch, die phonematische Transkription beider Mundarten parallel zu untersuchen, die der O-Mundart dagegen gesondert.
1.1. Steinitz teilt in seiner Geschichte des ostjakischen Vokalismus die Ergebnisse seiner Untersuchungen über das Ni.-Kaz.-Material der OL mit (15—18) und faßt auch tabellarisch die s. E. nötigen Transkriptionen der Vokal-zeiohen der ersten Silbe zusammen (16). Diese Tabelle enthält drei störende (und seitdem weiterlebende) Druckfehler (s. CastrToim. 7 : 105—6).
Ich habe bereits darauf hingewiesen, daß Karjalainen in Ni. kein «-Zeichen verwendet hat (BiblUr. 7 :117—8), demzufolge nach Steinitz nicht Ni. ^ und ä, sondern Ni. ä und á mit [ä] zu transkribieren sind ; dies ist auch aus seiner Erörterung und aus seinem Beispielmaterial (17) klar ersichtlich. Genau so sprechen die Beispiele (17) dafür, daß Ni. j immer durch % zu transkri-
11* Acta Linguistica Academiae Scientiarum Huiigaricae 2Q, 1983