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Zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung
Zur deutschen Rechtschreibung wird es ab dem 1.8.1998 nach einem Beschluß der Kultusminister eine Reihe von neuen Regeln geben. Der folgende Text informiert über die Rechtschreibreform und stellt die wichtigsten Neuerungen anhand einer Wörterliste exemplarisch vor.
Die Schreibung des Deutschen hat sich über einen langen Zeitraum hinweg entwickelt, in dem es keine verbindlichen Rechtschreibregeln gab. Zwar geschah dies nicht willkürlich, es haben sich jedoch viele Schreibweisen herausgebildet, die sich nicht in ein einfaches Regelsystem einordnen lassen und die heute selbst routinierte Schreibende verunsichern und typische Fehlerquellen sind. Warum zum Beispiel schreibt man radfahren in einem Wort, Auto fahren aber in zwei Wörtern? Wieso trennt man einerseits zwar Dra-ma-turg, andererseits aber Chir-urgl Warum wird zwischen alles übrige (Kleinschreibung) und alles Weitere (Großschreibung) unterschieden?
Die Neuregelung der deutschen Rechtschreibung wird die Zahl dieser Problemfälle verringern. Sie zielt grundsätzlich darauf ab, die Regeln zur Laut-Buchstaben-Zuordnung, zur Getrennt- und Zusammenschreibung, zur Groß- und Kleinschreibung, zur Zeichensetzung und zur Worttrennung am Zeilenende zu systematisieren und damit das Schreiben und Schreibenlernen zu erleichtern. Dadurch, daß der Geltungsbereich der Grundregeln ausgeweitet wird, entfallen viele Ausnahmen. Die Neuregelung bricht aber nicht mit der historisch gewachsenen Schreibtradition. Deshalb wird das vertraute Schriftbild im großen und ganzen unverändert bleiben.
Die neuen Regeln werden das amtliche Regelwerk aus den Jahren 1901/02 ersetzen. Damals wurde erstmals überhaupt eine einheitliche Rechtschreibung für den ganzen deutschen
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