Bővebb ismertető
Einleitung7EinleitungDas Symposium Zur Späten Ästhetik von Georg Lukács fand vom 25. bis 27. März 1987 an der Universität Bremen statt. Es wurde als Rundtischgespräch auf der Grundlage vorher verschickter Beiträge und Voten durchgeführt.Für den vorliegenden Band konnten nach Abschluß der Diskussion die Beiträge überarbeitet werden. Teils werden sie in der ursprünglichen Fassung, teils in überarbeiteter Form vorgelegt. Einige Voten sind erst nachträglich eingereicht worden.Da Wolfgang Heise bereits an dem Symposium nicht mehr teilnehmen konnte, hatte Erwin Pracht kurzfristig ein Referat übernommen. Doch wird der ursprünglich für das Symposium vorgesehene Beitrag von Wolfgang Heise, der in der Zwischenzeit verstorben ist, im Gedenken an ihn persönlich und in Würdigung seiner wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Band abgedruckt.Das Symposium gliederte sich in drei Themenkomplexe, die auch die Anordnung der Beiträge in der vorliegenden Publikation bestimmten.I. Zur historischen Entwicklung der Späten Ästhetik und zur systematischen Einordnung in die ästhetiktheoretische und kunstkritische Diskussion1. Zum Verhältnis der Späten Ästhetik zu den frühen ästhetischen Theorien von Georg LukácsVon Seiten der Kollegen aus Ungarn, die noch unmittelbare Schüler und Kollegen von Georg Lukács gewesen sind und teilweise den Entstehungsprozeß der Späten Ästhetik mitverfolgt haben und Vorfassungen des Werks noch mit Georg Lukács selbst diskutieren konnten, wurden zahlreiche entstehungsgeschichtliche Details in die Diskussion eingebracht, die die Beziehung der Ästhetik zur Ontologie wie zur geplanten Ethik betrafen.Das Verhältnis zwischen der Späten Ästhetik und der frühen Heidelberger Ästhetik ist einerseits durch die Übernahme zentraler Begriffe und Theoreme, andererseits durch die Eliminierung wichtiger Begriffe der Heidelberger Ästhetik in der Späten Ästhetik gekennzeichnet.Am Beispiel des hermeneutischen Begriffs des Mißverständnisses, der in der Frühen Ästhetik eine wichtige Rolle spielt, in der Späten Ästhetik aber getilgt ist, konnte die veränderte methodologische Grundlage der Späten Ästhetik herausgearbeitet werden: der Übergang von der transzendentalphilosophisch orientierten Begründung, die Voraussetzungen des Heidelberger Neukantianismus berücksichtigt, zum systematisch-historischen Verfahren der Späten Ästhetik, das Lukács explizit aus der methodologischen Reflexion von Marx' Das Kapital übernimmt.