Bővebb ismertető
/ URICH ist eine unaufhaltsam gescháftige, nach allén i Richtungen máchtig in die freie Landschaft sich ausdehnende bürgerliche Siedlung. Solch ein Bild bietet die grösste Stadt der Schweiz am deutlichsten jenem Gaste, der vom Gipfel des Ütliberges, ihres naturhaften Wahrzeichens, zur Tiefe blickt. Zwischen Hügelzügen, deren einstige Rebhánge sie mehr und mehr erobert hat, breitet sie in der Talmulde der Limmat sich aus; sie folgt dem Flusse, der wie eine Pulsader sie mitten durchströmt. Sie drángt sich hinaus ins Waldtal der Sihl, deren Wogen einst den Mauerstern ihrer Festungen umspülte, und sie umgreift, die Ufer weithin sáumend, den Zürichsee, der sie an sonnigen Festtagen mit seinem Leuchten überstrahlt, als wetteifere sein Blau mit dem der Flaggen, die auf Brücken und Dáchern wehen. In der Ferne erhebt sich, ein glitzernder Kranz von Firnen und Felskuppen, das Gebirge, und wenn der Föhn, dieser alle Ufergárten und Gassenwinkel klárende Wind, von ihren Höhen über die Seeluft heranstreift, so ragén die Türme beider Münster als Mahnmale bewegter Vergangenheit in die blaue Klarheit... Schon die Pfahlbauer hatten dereinst diese Seeufer als günstigen Lebensgrund entdeckt. Erst in römischer Zeit aber, als die Légionén derCásaren auf ihren Feldzügen nach Norden im Castellum Turicum rasteten, belebte sich auch der Hügel des Lindenhofes über der Limmat. Spáter trug er das Gemáuer der Pfalz, als Zürich bereits zu einer freien Reichsstadt sich emporgeschwungen und nachdem schon lángst die Legenden des frühen Christentums um die Stadtheiligen Félix und Regula die Gemüter erfüllt und manche Sage|die Zuneigung Karls des Grossen überliefert hatte. lm Jahre 1336 jedoch kam die Stadt Zürich zu demokratischeren Einrichtungen: der Bürgermeister Rudolf Brun verlieh ihr eine Zunftverfassung. Er sicherte so die Regimentsfáhigkeit jener handwerklichen Zünfte, deren Wirken das Wesen