Bővebb ismertető
Noch ist alles offen
Die Geschichte der Erforschung der Natur ist eine Geschichte der Uberwindung menschlicher Überheblichkeit. Nur unter heftigem Widerstreben hat sich der Mensch sein anthropozentrisch orientiertes Weltbild Stück für Stück aus der Hand winden lassen, immer nur dann, wenn es anders nicht mehr ging, und immer nur gerade so weit, wie es die jeweils neu aufgetauchten Beweismittel der empirischen Forschung unbedingt verlangten.
Dieser Prozeß ist auch heute noch keineswegs abgeschlossen. Daß man Darwin nicht unter Anklage gestellt hat, war nicht etwa ein Zeichen zunehmender Einsicht, sondern nur die Folge davon, daß man Delikte dieser Kategorie im vorigen Jahrhundert ganz allgemein nicht mehr strafrechtlich verfolgte, wie es im Zeitalter Galileis und Giordano Brunos noch üblich war.
Auch in unserer aufgeklärten Zeit gibt es nicht nur Schallmauern und Hitzeschranken, sondern immer noch auch psychologische Barrieren: Die Tatsache, daß wir tierischer Abstammung sind, wird von der Mehrzahl auch der heutigen Zeitgenossen nur mit Unbehagen akzeptiert. Dabei liefern die modernen serologischen und zytogenetischen Untersuchungsmethoden Beweise für unsere verwandtschaftliche Beziehung zur Tierwelt, deren konkrete Detailliertheit die provozierenden Feststellungen der klassischen Paläoanthropologen verblassen läßt.
Die Biologie stellt innerhalb der Uberfamilie der Ho-minoidea die Hominiden (uns Menschen) und die Pon-
7