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HONORÉ DE BALZAC . ZWEI FRAUEN ERSTER TEIL ir i) An Mademoiselle Renée de Maucomb e Paris, im September MEIN LIEBLING, AUCH ICH B1N ENTKOMMEN und, wenn Du mir nicht noch nach Blois geschriehen hast, die Erste beim zártlichen Stelldichein unserer Briefe. Trenne Deine schönen, dunklen Augen vom ersten Satze dieses Brief es und verspare den Ausruf Deines Erstaunens auf den Augenblick, da ich Dir meine erste Liebe anvertrauen werde. Man spricht immer von der ersten Liebe, gibt es denn eine zweite? Schweig, wirst Du mir sagen, und erzáhle mir lieber, wie Du dem Kloster entkamst, dem Du doch die Gelübde ablegen solltest? Meine Liebe, wie wunderbar immer es bei den Karmeliterinnen zugehen mag, das Wunder meiner Befreiung geschah auf die natürlichste Weise der Welt. Der Schrei eines gequálten Herzens hat es endlich über die Gesetze einer unbeugsamen Politik vermocht: Das ist das ganze Geheimnis. Meine Tante bewahrte mich vor dem Schicksal einer nur allzu gewissen Schwindsucht, als es ihr gelang,. meine Mutter zu überzeugen, die das Noviziat als einziges Mittel gegen meine Krankheit verschrieb. Die schwarze Melancholie, der ich nach Deiner Abreise verfiel, beschleunigte nur die glückliche Entwicklung. Und so bin ich denn in Paris, mein Engel, und verdanke Dir letzten Endes dieses Glück*.