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Der Rummelplatz
Es war das Jahr, in dem unser Präsident in Dallas ermordet wurde. Es war das Ende der Unschuld, das Ende einer bestimmten Denk- und Lebensweise, und manche Menschen verzagten und sagten, es wäre auch der Tod aller Hoffnung. Doch obwohl fallendes Herbstlaub skelettartige Äste enthüllt, kleidet der Frühling die Bäume neu ein. Eine geliebte Großmutter stirbt, aber dieser Verlust wird dadurch wettgemacht, daß ihr Enkelkind stark und neugierig die Welt betritt. Wenn sich ein Tag dem Ende zuneigt, bricht der nächste an, denn in diesem unendlichen Universum gibt es für nichts ein endgültiges Ende, ganz gewiß jedenfalls nicht für die Hoffnung. Aus der Asche der alten Zeit wird eine neue geboren, und Geburt ist gleichbedeutend mit Hoffnung. Das Jahr nach dem Mord von Dallas brachte uns die Beatles, es brachte uns neue Richtungen in der modernen Kunst, die unsere Betrachtungsweisen veränderten, und es brachte uns den Anbruch eines erfrischenden Mißtrauens gegenüber der Regierung. Wenn es zugleich auch die keimende Saat des Krieges in sich barg, so sollte uns das nur als eine wertvolle Lehre dienen, daß Schrecken und Schmerz und Verzweiflung - genauso wie die Hoffnung - in diesem Leben unsere ständigen Begleiter sind.
Ich kam sechs Monate nach meinem siebzehnten Geburtstag auf den Rummelplatz, in den dunkelsten Stunden der Nacht, an einem Donnerstag im August, mehr als drei Monate vor jenem Tod in Dallas. Was mir in der darauffolgenden Woche zustieß, sollte mein Leben genauso grundlegend verändern, wie Attentate die Zukunft einer Nation verändern können, obwohl der wie ausgestorbene Rummelplatz bei meiner Ankunft zunächst keineswegs wie ein schicksalhafter Ort auf mich wirkte.
Um vier Uhr morgens war der Jahrmarkt seit fast vier Stunden geschlossen. Die Schausteller hatten das Riesenrad, die
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