Bővebb ismertető
Kein Mensch, nicht einmal der russische Geheimagent, der in dem kleinen, schwedischen Hafen Smedslatten die Erma auslaufen sah, hatte ahnen können, dass dies den Anfang einer Atlantik-Ueberquerung darstelle. Ich selber vermochte es nicht ganz zu glauben. Denn das ganze Abenteuer hatte den Anstrich eines in aller Hast beschlossenen Familien-Picknicks. Die Erma war nur elf Meter lang, und ihr Deck erhob sich nur einen halben Meter über den Wasserspiegel; sie glich einer behábigen, altén Dame, die man für unfáhig gehalten hatte, auch nur die Bucht von Stockholm zu durchsegeln - geschweige denn den Atlantik zu überqueren. Und doch hatten diesem Schiff nicht weniger als sechzehn Menschen ihr Schicksal anvertraut; sieben Mánner, fünf Frauen und vier Kinder, alles estlándische Flüchtlinge, die sich vor dem Zugriff der Okkupationsmacht nach Amerika retten wollten. * Den Auftakt unseres Abenteuers bildete ein Márzabend des Jahres 1945. Harry Paalberg und ich sassen am Fenster seiner Wohnung, lauschten mit halbem Ohr der ruhelosen Ersten Symphonie von Schostakovitsch, die vom Sowjet-Sender Tallin (Reval) dargeboten wurde, und schauten auf den durchsichtigen Schleier des frühlingshaften Schneetreibens über Stockholm. Die Dámmerung brach herein. Eins nach dem andern flammten die Lich-