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Die Ruinen der Königsstadt Salamis
Land und Leute
Zypern bietet wie kaum eine andere Ferieninsel eine Vielfalt von Möglichkeiten für den Touristen: Ruhe und Schönheit, alte Kultur und sinnenfrohe Gegenwart, Sonne, Meer und Berge. In der Sage ist Zypern die Insel der Liebe. Sie galt als Heimat der Aphrodite, der Schaumgeborenen Göttin, die bei Palea Paphos den Wellen des Meeres entstieg. Das Heiligtum der Göttin der Liebe und Schönheit stand in Paphos, und seine Ruinen sind nach wie vor ein „Muß" für kulturhistorisch interessierte Besucher.
Zypern ist aber auch eine Insel von jahrtausendelangem Streit, von Leid und Haß. Ihre exponierte Lage im Schnittpunkt der drei Kontinente Asien, Afrika und Europa sowie ihr einstiger Reichtum an Bodenschätzen haben die Insel immer wieder zum Zankapfel und Spielball mächtiger Reiche werden lassen, wobei die jeweiligen Herrscher auch immer etwas von ihrer Kultur hinterließen. Vor allem das auf der Insel geschürfte Kupfer war früher sehr begehrt, und sogar der Name Zypern (griechisch Kypros) soll nach manchen Versionen auf dieses Metall zurückgehen.
während andere Kypros von dem hebräischen Kopher, einer weit verbreiteten Pflanze, die den Arabern als Henna bekanntest und zur Herstellung von Salben und Ölen diente, herleiten. Wahrscheinlich stimmen beide Versionen in dem Sinne, daß die Insel ihren Namen zunächst dem Metall gab, den sie wiederum von der Pflanze erhalten hatte.
Schließlich existiert noch eine dritte, freilich etwas unwahrscheinlichere Version über den Namen: Zypern wird mit dem Kittim des Alten Testamentes in Verbindung gebracht. Tatsächlich gab es früher eine Stadt Kition, deren Nachfolgerin Lamaka ist.
Glanz und Elend brachten in der Geschichte Zyperns nacheinander Phönizier, Ägypter, Assyrer, Perser, Hellenen, Römer, Byzantiner, Araber, christliche Kreuzfahrer, das Geschlecht der Lu-signans, Genuesen, Venezianer, Türken und schließlich die Briten auf die Insel. In unseren Tagen griffen 1974 wieder die Türken hier militärisch ein, nachdem nur wenige Jahre zuvor, 1960, endlich die von