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Nun ist es aus! dachte Lambert. ' ,, ,'
Er war der Hase, der sich in die Furche duckt, weil zum i
Hakenschlagen kein Platz mehr bleibt. Auf der einen Seite kom- C^ ' \ '
men die Treiber näher, auf der anderen lauern die Jäger. Ganz I •
klein machen, sich totstellen. Auf das Ende warten. ^^^', .
Lambert hatte einen langen Weg mit vielen Haken hinter sich. Er } f ^
fühlte sich müde und ausgepumpt. Da war auch wieder dieser Schmerz hinter dem Brustbein, das Ziehen im linken Arm. Dr. ' i
Wiegandt hatte ihm die Kapseln mitgegeben, die er zerbeißen und unter die Zunge schieben sollte. Und die anderen verschiedenfarbigen Pillen, von denen sonst niemand etwas wissen durfte, gegen Resignation und Depression und Angst, andere zum Einschlafen, wieder andere zum Aufwachen.
Die Angst verdichtete sich und machte das Atmen schwierig. Lambert trat auf den Balkon hinaus. Drüben auf der anderen Seite des engen Tals, beängstigend nahe, ragten Felswände auf, unten dunkelgrün bewaldet, dann dunkelgrau ansteigend, ganz oben schmutzigweiß überzuckert. Dort oben hatte es schon geschneit. Auf der anderen Seite, hinter dem Hotel, auch. Lambert war Flachländer, er brauchte die Weite, die Uberschaubarkeit, Fluchtwege nach allen Richtungen. Er haßte das Gebirge, es engte ihn ein, bedrückte ihn. Warum zum Teufel bin ich hier oben gelandet, wo es nicht mehr weitergeht, wo die Straße aufhört, in der Falle, in einer überdimensionalen Furche zwischen den Bergen.^ Ein beschissener Ort zum Sterben!
Lambert floh ins Zimmer zurück, schloß die Fenstertür und zog die Vorhänge zu. Er sank in den Sessel, streckte die Beine aus, ließ die Arme baumeln und stierte ins Leere. Wie so oft in letzter Zeit irrten seine Gedanken ohne Zusammenhang von einem Punkt zum anderen, Traumsprünge ohne Bezug zur Wirklichkeit. Für einen gelernten Realisten wie Lambert war das erschreckend.