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Vorrede zur zweiten Auflas:e.
Weder die in verschiedenen Fachzeitschriften erschienenen Besprechungen noch auch die mir mündlicli wie scliriftlich mitgeteilten Urteile boten einen Anlaß, dieses Buch in grundstürzender Weise Umzugestalten. Wenn ich trotzdem den theoretischen Teil etwas kürzte, so gescliali es, weil ich damit hoffte, den Zwecken, die das Werk verfolgt, entgegenzukommen. Gerade bei dieser Kürzungsarbeit hatte ich Gelegenheit, dankbar den Ratschlägen zu folgen, die mir Professor Dr. Othraar Sp ann in liebenswürdigster Weise zuteil werden ließ. Neu ist VI. § 6 ,Geschichte als Gegenstand des Unterrichtes in der Schule" hinzugekommen. Es sollte auch dieser Abschnitt bloß „einführen", keineswegs Abschließendes bieten.
Wie gelegentlich der ersten Auflage habe ich auch diesmal den Herren Uni-versitätspi'ofessor Dr. Josef Keil (Greifswald), Direktor Dr. A. 0. von Loehr und Universitätsprofessor Dr. Theodor Mayer (Prag) für die Durchsicht der Inschriften- und münzkundlichen bzw. wirtschaftsgeschiclitlichen Teile zu danken. Verschiedene Verbesserungsvorschläge haben mir die Herren Universitätsprofessor Dr. R. F. Arnold, Dr. Otto Brunner, Dr. Paul Müller, Hofrat Dr. Oswald Redlich, Universitätsprofessor Dr. Arthur Stein (Prag) und stud. phil. Karl Stolz in freundlicher Weise zur Kenntnis gebracht. Ihnen allen ebenso wie dem Herrn Generaldirektor der staatlichen Archive Bayerns, Dr. Otto Riedner, der durch wertvolle Hinweise sein Interesse an meiner „Einführung" bekundete, sage ich an dieser Stelle herzlichst Dank. Desgleichen den Herren Dr. Reinhold Lorenz und Dr. Heinz Zatschek, die während der Drucklegung teils durch Mitlesen der Korrekturbogen, teils durch literarische Nachforschungen meine Arbeit wirkungsvoll unterstützt haben. — Trotz diesen vielen Hilfen bin ich mir der Mängel wohl bewußt, die noch immer diesem Buche anhaften. Zum Teil hängen sie mit den schlechten Bibliotheksverhältnissen zusammen, die das arme kleine Oesterreich nach wie vor von dem geistigen Schaffen der übrigen Welt abschnüren.
Zu denen, die mich auch diesmal zu aufrichtiger Dankbarkeit verpflichtet haben, gehört nicht in letzter Linie der Verlag, der mit großer Tatkraft und nach sorgfältigster Vorbereitung an die Ausgabe der neuen Auflage geschritten ist. Dem erprobten Rate des Herrn Verlegers habe ich darum gerne Gehör geschenkt, als er mir die Wahl eines kleineren Formates und anderer Satztypen vorschlug. Ich kann nur wünschen, daß dem Buche in diesem neuen Gewände das gleiche Wohlwollen zuteil werde, wie der ersten Auflage, die noch die Zeichen der Nachkriegsnot deutlich zur Schau trug.
Wien, im November 1927.
Wilhelm Bauer.