Bővebb ismertető
Afrikanische Bastarbelten aus dem Museum für Völkerkunde In Leipzig
Oeitdem die Industrie Kunstbast aus Viscosefaser entwickelt und als Gewebe oder Fadengebinde in den Handel gebracht hat, ist Immer wieder nach einer Anleitung zur Verarbeitung dieses schönen Werkstoffes gefragt worden. Das vorliegende Büchlein will diesem Bedürfnis nachkommen und Anregung In vielen verschiedenen Techniken der Bastverarbeitung geben. Fast alle diese Arbeitsweisen sind von vielen Völkern seit alters geübt. Der ausländische Naturbast ist schon immer wegen seiner zahlreichen guten Eigenschaften ein beliebtes und bewährtes Material zum Flechten, Weben, Knüpfen und Wickeln gewesen. Er wird aus den jungen Blättern der Raffiapalme gewonnen, die in Afrika gedeiht, und wurde schon immer noturfarben und gefärbt verarbeitet. Einheimischer Linden- oder Weidenbast ist kurz und spröde.
Der Kunstbast kann den Naturbast fast ganz ersetzen. Seine Fäden sind sehr haltbar, gleichmäßig breit und „unendlich" lang. Er wird meistens „noturfarben" angeboten und Ist so für unseren Verwendungszweck am schönsten. Die da und dort im Handel erhältlichen gefärbten Bündel sind oft unschön In der Farbe. Besser färbt man sich den hellen Bast mit Stoffarben selbst in dem gewünschten Farbton ein. Fehlt es einmal an Bastfäden, so lassen sich Bastgewebe und -matten, die als Meterware zu hoben sind, leicht auftrennen. Durch kurzes Eintauchen In warmes Wasser werden geknickte oder durch Weben zusammengepreßte Fäden wieder glatt und gleichmäßig breit.
Die folgenden Vorschläge und Anleitungen sollen Anregung zu eigenem Schaffen schöner Gebrauchsgegenstände aus Bast geben.
Das Flechten
Die langen Fäden des Bastes machen uns das Flechten leicht. Im Gegensatz zur Flechtarbeit mit Stroh oder Maisstroh braucht nur in größeren Abständen zugelegt zu werden, und man hat schnell einen langen, strapazierfähigen und