Bővebb ismertető
Liebe Leserin, lieber Leser!Ein Sonntag ohne Kuchen ist kein Sonntag, bemerkt die Mutter und schneidet eine dicke Schokoladencremetorte an - nicht selbst gebacken, sondern aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt. Die Kinder und auch ihr Mann essen sie so gerne. Beide Eltern bringen ein ganz schönes Gewicht auf die Waage und beide wissen, dass sie dringend abnehmen müssten. Auch die Kinder sind recht kräftig, und sicher täte es ihnen ebenso gut, ein paar Pfund weniger zu wiegen. Wenn sie nur nicht ständig vor dem Computer hingen! Man müsste ein wenig Sport treiben und gesünder essen, eigentlich. Man weiß ja: weniger Fett, weniger Süßes, mehr Gemüse. Aber wie soll das gehen? Diäten hält doch keiner durch. Also lässt man sich Ausreden einfallen, warum die Familie dick und man selbst eigentlich machtlos ist: die erbliche Veranlagung, keine Zeit, richtig zu kochen, die widerspenstigen Kinder. Der Nachteil ist nur: So ändert sich nichts.Ein dickes ProblennDie Lage ist dramatisch. Die aktuelle große nationale Verzehrsstudie aus dem Jahr 2008 hat gezeigt, dass schon zwei Drittel der Männer, die Hälfte der Frauen und bereits 17 Prozent der Jugendlichen in Deutschland übergewichtig sind. Selbst bei den Kindern sind es schon 15 Prozent. Die Tendenz weist insgesamt weiter nach oben, obwohl andererseits die Fitnesswelle rollt und Biokost in den Läden so gefragt ist wie nie zuvor. Das ist auf den ersten Blick ein Widerspruch, auf den zweiten wird klar: Es öffnet sich die Ernährungs- und Fitness-Schere. Ebenso wie die Reichen immer reicher und die Armen ärmer werden, essen ein paar Ernäh-rungsbewusste immer gesünder und der große Rest immer ungesünder. Schlechte Ernährung und Übergewicht, auch das hat die Verzehrsstudie herausgefunden, sind offenbar eine Frage der Bildung undder sozialen Zugehörigkeit. Je höher der Schulab-schluss und je höher das Einkommen, desto niedriger fällt im Durchschnitt das Gewicht aus. Und umgekehrt: Je niedriger die soziale Schicht, desto mehr Übergewichtige gibt es.Einerseits kostet eine hochwertige Ernährung tatsächlich mehr, als sozial schwächere Familien erübrigen können. Andererseits könnten sich die allermeisten Übergewichtigen eine gute Ernährung durchaus leisten. Denn man kann auch mit wenig Geld besser essen. So hat es doch fast jede Familie selbst in der Hand, ob sie dem fetten Schlendrian anheimfallen will oder nicht. Niemand benötigt ein spezielles Fachwissen, um sich gesund zu ernähren, vielmehr reicht hier ein minimales Basiswissen absolut aus. Was allerdings nötig ist, sind Kochkenntnisse, denn gesunde und gleichzeitig preiswerte Mahlzeiten muss man selbst zubereiten.GewohnheitssacheViele schwergewichtige Familien sind sich darüber im Klaren, dass sich etwas ändern sollte. Oft glauben sie aber, dass sie dafür hungern oder eine Diät halten müssen. Viele wissen nicht, wie sie ohne Qual abnehmen und wie das auch langfristig durchhalten können. Das stellen wir bei unseren Besuchen in dicken Familien immer wieder fest. Nicht von ungefähr hat die erste Staffel von Besser Essen - leben leicht gemacht im Frühjahr 2007 mit jeder Sendung durchschnittlich eine dreiviertel Million Zuschauer erreicht. Und nicht umsonst haben mehr als zweihunderttausend Familien unser erstes Besser-Essen-Buch zurate gezogen, bei dem wir uns ganz auf das Thema Ernährung konzentriert haben. Wir haben gezeigt, wie man sich gesund satt isst und dabei abnimmt, wie man mit dem allgegenwärtigen Nahrungsüberangebot umgehen kann, und wir haben Tipps für richtiges Einkaufen gegeben.