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Bier [antikvár]
 
Einführung Die Geschichte des Biers Die Ursprünge des Biers liegen weit in der Antike zurück. Man weiß nicht, wo es zum ersten Mal gebraut wurde. Manche sagen in Mesopotamien, andere in Ägypten, oder auf den Orkneyinseln oder wo sonst noch. Was wir hingegen mit Sicherheit wissen, ist, dass sich der Name aus dem lateinischen bibere ableitet, was »trinken« bedeutet. Der Legende nach soll eine Frau an seiner »Erfindung« beteiligt gewesen sein, als sie Getreide kochen wollte. Übrigens Gerste, eine der wichtigsten Zutaten für Bier,...
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Einführung Die Geschichte des Biers Die Ursprünge des Biers liegen weit in der Antike zurück. Man weiß nicht, wo es zum ersten Mal gebraut wurde. Manche sagen in Mesopotamien, andere in Ägypten, oder auf den Orkneyinseln oder wo sonst noch. Was wir hingegen mit Sicherheit wissen, ist, dass sich der Name aus dem lateinischen bibere ableitet, was »trinken« bedeutet. Der Legende nach soll eine Frau an seiner »Erfindung« beteiligt gewesen sein, als sie Getreide kochen wollte. Übrigens Gerste, eine der wichtigsten Zutaten für Bier, die das erste Getreide war, das kultiviert wurde. In der Gegend von Jericho unweit des Jordantales, wo sich Menschengruppen rund um 10.000 v Chr. anzusiedein begannen, wurde die Existenz einer bestimmten, nicht wilden Weizenart (Triticum dicoccum) und von Gerste (Hordeum distichum) nachgewiesen. In der Mythologie der Armenier wird die Erfindung des Biers der Erdgöttin Armalu zugeschrieben. Geschichtliche Dokumente bezeugen, dass die Assyrer schon 4500 v Chr. Bier brauten. Ein bemerkenswertes Zeugnis dafür liefert das - im British Museum in London aufbewahrte - »Monument Blau«, auf dem ein Bieropfer für die Göttin Nin-Harra dargestellt wird. Aus der gleichen Zeit stammt eine sumerische Tontafel, die auf dem Landstreifen zwischen Euphrat und Tigris gefunden wurde. Auf ihr werden das Bier und das Handwerk der »Bierbrauer« erwähnt. Schon damals war dieses Getränk kein Einheitsprodukt, sondern man unterschied zwischen verschiedenen Arten und Geschmacksrichtungen: man sprach von dunklem, hellem, rotem, starkem, süßem und aromatisiertem Bier und man verwendete unterschiedliche Namen, um die aus verschiedenen Getreidesorten gebrauten Biere zu bezeichnen (die Sikaru waren aus Gerste, die Kurunnu aus Dinkel). Auch die Griechen und die Römer bedienten sich des Biers. Die Griechen lernten es durch die Völker des Mittleren Ostens kennen und tranken es in erster Linie bei Volksfesten und bei den Olympischen Spielen. Während diesen wurde Wein verboten und Bier war wegen seines geringen Alkoholgehalts das bevorzugte Getränk der Athleten. In Rom wurde es eher für die Kosmetik der Frauen, zur Gesichtsreinigung und als Nährstoff für die Haut eingesetzt. In den Provinzen erfreute es sich dagegen als Getränk großer Beliebtheit und war weit verbreitet. Plinius beschreibt zwei Biersorten, das ägyptische Zythum und das Cerevisia aus Gallien. DAS BIER DER ÄGYPTER UND DER BABYLONIER Bei den Ägyptern (ab etwa 3000 v. Chr.) hatte das Bier große Bedeutung und Verbreitung. Seine Entdeckung wurde auf den Gott Ra zurückgeführt, der es den Menschen zum Geschenk gemacht hatte. Die Untertanen der Pharaonen waren von frühester Kindheit daran gewohnt, Bier zu trinken. Es wurde als Nahrungsmittel und Getränk mit Heilkräften betrachtet. Frauen in guter Hoffnung griffen nach Bier, um es der Göttin Ernenuent als Trankopfer darzubringen, damit sie die Ammen mit ausreichend Milch versieht. Falls die Mütter nicht genügend hatten, war es gebräuchlich, die Babys in der Entwöhnungsphase mit alkoholarmem oder mit Wasser und Honig versetztem Bier zu füttern. Die Größeren bekamen im Zuge eines Initiationsritus eine kleine Amphore, welche die höchste täglich erlaubte Menge Bier fassen durfte. Die Ägypter, wie auch die Babyionier, benutzten Bier als Sühneopfer. Osiris wurden beispielsweise »tausend Brote, tausend Krüge Bier, tausend Ochsen und

Termékadatok

Cím: Bier [antikvár]
Kiadó: Verlegt bei Kaiser
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 150 mm x 240 mm
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