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WARUM HOLEN WIR UNS BLUMEN INDIE WOHNUNG?Blumen - Blüten - Blätter, zart oder rauh, sanft oder kraftvoll, bunt oder ^^^weiß, lebensfrisdi oder trodcen, immer sind sie mehr als nur Produkte pflanz-Udien Lebens. In den versdiiedenen Zeiten und Ländern hat der Mensdi die untersdiiedlidisten Beziehungen zu Blumen entwickelt. Sie sind Symbol oder Opfergabe, Ausdruck von Liebe, Aditung und Verehrung oder Träger guter Wünsche und Repräsentationsobjekte sowie Vermittler von Stimmung und Freude.Es gibt Mensdien, die sehen in der abgeschnittenen Blume den gewaltsam von seiner Kraftquelle getrennten Pflanzenteil, seiner natürlidien Bestimmung entrissen und einem vorzeitigen Ende preisgegeben. Jede Blüte, jedes Blatt, das am Waldesrand oder an Wiesenhängen abgepflückt wurde und dann irgendwo achtlos weggeworfen welkt und verdorrt, bewegt auch midi zu der Frage: Wozu? Ist dieses kleine Wunderwerk der Natur nur gewachsen, um gedankenlos zerstört zu werden? Doch die vielen Blumen aus Gärtnerhand oder aus der Fülle des Flors in einem Garten, sorgfältig ausgesucht und geschnitten, sind anders anzusehen. Man kann sie mit den Kornähren auf eine Stufe stellen, die gesdinitten werden, damit Brot gebadcen werden kann. Denn nicht nur der Magen will sein Recht, indem der Hunger gestillt wird; im Wesen des Mensdien liegt es, daß er audi ein Bedürfnis nadi schönen Dingen hat. Fürst Pückler, ein Gartengestalter und Schriftsteller, der von 1785 bis 1871 lebte, sagte: Die schönen Dinge sind die nützlichsten unter den nützlidien. Der Anblick einer Blüte - und daß Blumen schön sind, wird keiner bestreiten - kann den Menschen erheitern, erbauen und ihm Kraft geben, genau wie eine gute Mahlzeit. Gewiß, es klingt merkwürdig, wenn diese beiden so verschiedenen Bereiche unseres Seins - in Worte gefaßt und eng miteinander verknüpft - vor einem stehen. Dodi so wie viele Rädchen in einer Maschine nur dem einen Zwedc dienen, daß diese ihre Funktion erfüllt, so erhalten und steigern Nahrung und Erbauung an sdiönen Dingen gemeinsam unser Lebensgefüh! und unsere Lebenskraft. Man muß die sdiönen Dinge nur wirklich sehen! Und dazu braudit man genau wie zum Essen - man verzeihe, daß dieser Vergleich schon wieder herangezogen wird - Zeit! Aber wo hat man Zeit, wenn nicht zu Hause?7